Pflege

Ministerin will Rechtsanspruch auf Pflegezeit ausweiten

Wer einen Familienangehörigen pflegt, soll bis zu zwei Jahre aus dem Job aussteigen können.

Veröffentlicht: 03.03.2010, 15:33 Uhr

BERLIN (dpa/hom). Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat ihre Pläne für einen Rechtsanspruch auf eine Familien-Pflegezeit konkretisiert. In einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" schlug sie vor, dass Arbeitnehmer zur Pflege ihrer Angehörigen zwei Jahre lang halb arbeiten und währenddessen drei Viertel des Gehalts beziehen können. "Später müsste er dann wieder voll arbeiten, bekäme aber weiterhin so lange 75 Prozent des Gehalts, wie er zuvor Teilzeit gearbeitet hat - bis also das Zeit- und das Gehaltskonto wieder ausgeglichen sind", schlug Schröder vor.

Kritik am Vorstoß der Bundesfamilienministerin kam von den Grünen. "Netter Versuch, doch leider stimmt an Frau Schröders Vorschlag so gut wie nichts", sagte Pflegeexpertin Elisabeth Scharfenberg. Die Ministerin setze voraus, dass die Angehörigen die Pflege übernehmen. "Das geht völlig an den Realitäten vorbei", so Scharfenberg. Viele Angehörige könnten oder wollten diese höchst belastende Aufgabe nicht erfüllen.

Mehr zum Thema

Intensivpflege

Dauerbeatmete Kinder: Das kann niemand alleine leisten

Finanzierung

TK fordert dauerhaften Steuerzuschuss für die Pflege

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Koalition bringt E-Patientenakte Richtung Versorgung

PDSG

Koalition bringt E-Patientenakte Richtung Versorgung

Dauerbeatmete Kinder: Das kann niemand alleine leisten

Intensivpflege

Dauerbeatmete Kinder: Das kann niemand alleine leisten

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden