Mit Putins Hilfe: Russlands Ärzte erhalten Kammer

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MOSKAU/NÜRNBERG (HL). Die Ärzte in Russland werden eine ärztliche Selbstverwaltung in Form einer Ärztekammer bekommen, deren Aufgaben sich an den deutschen Kammern orientiert.

Das entscheidende Machtwort dazu hat vor wenigen Tagen der russische Präsident Wladimir Putin gesprochen und deswegen sogar das Gesundheitsministerium umbesetzt.

In der Duma, dem russischen Parlament, wird nun ein Gesetz beraten, mit dem den in Aufbau befindlichen Ärztekammern bestimmte Aufgaben zugewiesen werden, berichtete Professor Leonid M. Roshal, Präsident der russischen Ärztekammer, am Rande des Ärztetages in Nürnberg.

Aufgabe der Kammern soll es sein, dass Ärzte in eigener Verantwortung bindende Reglementierungen für die Qualitätssicherung entwickeln.

Ferner sollen die Ärztekammern die Qualifikationsanforderungen für die verschiedenen ärztlichen Disziplinen bestimmen und die Rezertifizierungen vornehmen. Darüber hinaus sollen die Kammern für die Festlegung ethischer Standards bei der Berufsausübung sein.

Politisch sei die Kammer neutral, betonte Roshal gegenüber der "Ärzte Zeitung". Gesundheitspolitisch will sie aber aktiv sein. So habe er intensiv aus fachlicher Sicht am gesundheitspolitischen Teil von Putins Partei "Einiges Russland" mitgewirkt, ohne jedoch Mitglied zu sein.

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