Montgomery führt die Ärzte

KIEL (HL/bee). Im Wettbewerb von fünf Kandidaten hat sich der Hamburger Ärztekammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery am Donnerstag als neuer Präsident der Bundesärztekammer im zweiten Wahlgang durchgesetzt. Zu Vize-Präsidenten wurden Dr. Martina Wenker und Dr. Max Kaplan gewählt.

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Neues Führungstrio: Dr. Max Kaplan, Dr. Frank Ulrich Montgomery und Dr. Martina Wenker (v.l.).

Neues Führungstrio: Dr. Max Kaplan, Dr. Frank Ulrich Montgomery und Dr. Martina Wenker (v.l.).

© Schischefsky

Der 59-jährige Radiologe, der nach zwölfjähriger Amtsperiode nun die Nachfolge von Professor Jörg-Dietrich Hoppe antritt, erhielt 128 von 249 Stimmen bei drei Enthaltungen.

Auf den Berliner Kammerpräsidenten Dr. Günter Jonitz entfielen 94 Stimmen, auf den westfälischen Kammerchef Dr. Theodor Windhorst 24 Stimmen.

Die weiteren Bewerber, Martin Grauduszus von der Freien Ärzteschaft und Hessens Kammerpräsident Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, hatten nach dem ersten Wahlgang ihre Kandidatur nicht mehr aufrecht erhalten.

Mit überwältigender Mehrheit wurden die niedersächsische Kammerpräsidentin Dr. Martina Wenker und der bayerische Kammerpräsident Dr. Max Kaplan als Vizepräsidenten gewählt.

Bereits am Mittwoch hatte sich der Ärztetag eingehend mit medizinethischen Themen befasst und dabei eine eindeutige Positionierung vorgenommen.

Vor dem Hintergrund der für den 30. Juni anberaumten Entscheidung des Bundestages über die Zulässigkeit der Präimplantationsdiagnostik stimmte der Ärztetag mit großer Mehrheit einem Memorandum zu.

Darin wird unter engen Voraussetzungen vor dem Hintergrund langjähriger internationaler Erfahrungen die Zulassung der PID befürwortet.

In einer kontroversen, aber konzentrierten Debatte stimmte der Ärztetag mit 166 zu 56 Stimmen dem Verbot des ärztlich assistierten Suizids zu. Dafür wurde der Paragraf 16 in der Musterberufsordnung geändert.

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