Kuba

Mysteriöse Erkrankungen in US-Botschaft

Die USA erwägen eine Schließung ihrer Botschaft in der kubanischen Hauptstadt Havanna, nachdem mehrere Mitarbeiter mysteriöse Gesundheitsschäden erlitten haben.

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WASHINGTON. Aufgrund unerklärlicher Hörschäden, Gleichgewichtsstörungen und Kopfschmerzen bei Mitarbeitern der US-Botschaft in Havanna, wird darüber nachgedacht, die US-Botschaft zu schließen. "Wir prüfen es", sagte US-Außenminister Rex Tillerson am Sonntag dem Sender CBS. Es sei eine "sehr ernste Frage". Einige der Botschaftsangehörigen seien zurück in die USA gebracht worden.

Vermutungen gehen dahin, dass die Probleme durch eine Art "akustischen Anschlag" ausgelöst wurden. Die Diplomaten könnten Schall ausgesetzt gewesen sein, der für das menschliche Ohr nicht hörbar, aber dennoch gesundheitsschädlich sei, spekulierten US-Medien.

Der Verband der Mitarbeiter des US-Außenamtes (AFSA) hatte Anfang September mitgeteilt, bei den betroffenen Botschaftsangehörigen seien "dauerhafter Hörverlust" sowie "leichte traumatische Gehirnschäden" festgestellt worden. Außerdem seien Gleichgewichtsstörungen oder Kopfschmerzen diagnostiziert worden.

Nach Darstellung des US-Außenministeriums waren bis zu 19 Personen betroffen. Die ersten Fälle seien Ende 2016 bekannt geworden. Auch Kanada meldete einen ähnlichen Fall bei einem seiner Diplomaten in Havanna. (dpa)

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