COVID-19-Pandemie

NRW stockt Mittel für Gesundheitsämter auf

Die Ämter sollen zusätzlich 1000 Mitarbeiter zur Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infektionen einstellen. Die Regelung gilt aber zunächst nur für ein halbes Jahr.

Von Ilse SchlingensiepenIlse Schlingensiepen Veröffentlicht: 18.10.2020, 12:53 Uhr
NRWs Ministerpräsident Armin Laschet (mitte) informiert gemeinsam mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Kommunalministerin Ina Scharrenbach über die aktuelle Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen.

NRWs Ministerpräsident Armin Laschet (mitte) informiert gemeinsam mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Kommunalministerin Ina Scharrenbach über die aktuelle Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen.

© Flashpic | Jens Krick / picture alliance

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen stellt die Landesregierung Mittel zur Stärkung der Gesundheitsämter bereit. Damit sollen die Ämter befristet rund 1000 Mitarbeiter für die umfassende Nachverfolgung von Corona-Infektionen einstellen.

„Infektionsketten zu identifizieren und zu unterbrechen ist weiterhin das Wichtigste“, sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann vor Journalisten nach einer Video-Schaltkonferenz mit Ministerpräsident Armin Laschet, Kommunalministerin Ina Scharrenbach und den Landräten sowie Oberbürgermeistern des Landes. In NRW ist am Samstag die aktualisierte Coronaschutzverordnung in Kraft getreten.

Personal aus anderen Branchen soll helfen

In den Gesundheitsämtern in NRW gebe es zurzeit rund 2200 Menschen, die sich um die Nachverfolgung kümmern. In der aktuellen Situation benötige man aber 4500. Durch Umschichtung von Personal zwischen den Behörden könne ein Teil des Personalbedarfs gedeckt werden, erläuterte Laumann. „Am Ende bleibt eine Lücke von 1000.“

Um sie zu füllen, erhalten die Kreisverwaltungen zusätzliche Mittel vom Land. Damit können sie für das nächste halbe Jahr Personal für die Nachverfolgung einstellen. Das könnten Studierende sein, aber auch Mitarbeiter aus Reisebüros, die im Moment keine Arbeit haben, aber geübt im Telefonieren sind. „Das muss jede Kreisverwaltung für sich entscheiden“, betonte er.

Im Vierklang gegen Corona

Von den 18 Millionen Einwohnern in NRW lebten bereits 13 Millionen in Gebieten, die den Inzidenzwert von 35 überschritten haben, berichtete Ministerpräsident Laschet. „Und es werden jeden Tag mehr.“ Die Strategie des Landes folge einem Vierklang, sagte er. „Kontakte reduzieren, die Kontaktnachverfolgung stärken, Risikogruppen schützen und die Durchsetzung der Regeln forcieren.“

Mehr zum Thema

Gesundheitsämter

Corona-Nachverfolgung: Ab wann droht der Kontrollverlust?

„EvidenzUpdate“-Podcast

Besser evidenzbasiert regieren, statt mit Lockdown zu drohen

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Immunmodulation

Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Inhalierte Asthma-Präparate mit Kortison – eine Gefahr für die Knochengesundheit?

Risiko steigt mit der Dosis

Auch inhalative Steroide gehen Asthmapatienten an die Knochen