Gesundheitspolitik international

Neues Zentrum zu umweltbedingten Krankheiten

BONN (dpa). Rund jeder fünfte Einwohner in Europa stirbt laut einem aktuellen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an den Folgen einer umweltbedingten Krankheit.

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Besonders betroffen von solchen Erkrankungen sind demnach ärmere Bevölkerungsgruppen: Sie sind bis zu fünfmal stärker Umweltrisiken wie Lärm oder schlechten Wohnsituationen ausgesetzt als ihre reicheren Mitbürger.

Die Daten sind im Bericht "Gesundheitsrelevante Umweltungleichheit in Europa" des WHO-Regionalbüros Europa aufgeführt.

Er wurde am Dienstag in Bonn bei der Eröffnung des erweiterten Europäischen Zentrums für Umwelt und Gesundheit der WHO vorgelegt. Das Zentrum war vor zehn Jahren am UN-Standort Bonn eingerichtet worden.

Zusammenhang unterschätzt

Der Neustart des Zentrums mit deutlich mehr Mitteln und Mitarbeitern sei ein wichtiges Signal für die bessere Erforschung des Zusammenhangs von Umwelteinflüssen auf die menschliche Gesundheit, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU).

Dieser Zusammenhang werde "immer noch unterschätzt" und müsse stärker auf die politische Agenda gesetzt werden. "Umweltschutz ist auch präventiver Gesundheitsschutz."

Das WHO-Zentrum (European Centre for Environment and Health/ECEH) untersucht Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Faktoren wie Wohnsituation, Klimawandel, Luftqualität, Lärm oder auch Sicherheit am Arbeitsplatz. Entwickelt werden sollen auch Präventionsmaßnahmen.

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