Leuchtturmprojekte

Niedersachsen setzt auf Innovation

Vier wegweisende Versorgungsprojekte werden mit insgesamt 317 000 Euro gefördert.

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HANNOVER. Das Land Niedersachsen, die Krankenkassen und die KV Niedersachsen (KVN) fördern vier sogenannte Leuchtturmprojekte in der niedersächsischen Gesundheitsversorgung. Aus 17 Anträgen habe ein Lenkungsgremium auf Landesebene, dem die Partner der "Gesundheitsregionen Niedersachsen" sowie Vertreter der kommunalen Spitzenverbände angehören, nun diese vier Leuchtturmprojekte ausgewählt, teilt das Niedersächsische Sozialministerium mit. Sie werden mit insgesamt 317 450 Euro gefördert.

Es handelt sich dabei um ein Projekt zur beruflichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Sozial- und Gesundheitsberufen (100 000 Euro), ein Projekt zur Weiterentwicklung der Palliativversorgung und Hospizkultur in stationären Pflegeeinrichtungen (rund 80 000 Euro), das Projekt "Patientenmobil", das mobilitätseingeschränkte Patienten aus ländlichen Regionen mit einem Bus zum Arzt bringt (37 800 Euro) und das Projekt "Erleben - Erhöhung der Überlebensrate nach Herzstillstand" (100 000 Euro).

Gefördert werden Projekte, die in den Regionen verankert sind, relevante Gesundheitsthemen aufgreifen und die Schnittstellen zwischen ambulantem und stationären Bereich bearbeiten, hieß es.

Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KV Niedersachsen, erklärte: "Die Gesundheitsregionen bieten den geeigneten Rahmen, neue Versorgungskonzepte bei geänderter Bedarfslage vor Ort zu erproben." Die Regionen wurden Ende 2014 initiiert. Dabei werden Kommunen unterstützt, neue Konzepte in der örtlichen Gesundheitsversorgung zu entwickeln und umzusetzen. Dafür stellt das Land - vorbehaltlich der Beschlüsse des Landtages - für 2014 bis 2017 pro Jahr 600 000 Euro zur Verfügung. KVN, AOK, Ersatzkassen und BKK Niedersachsen geben jährlich zusammen 430 000 Euro dazu.

32 Gesundheitsregionen sind bereits am Start und erhalten zum Aufbau der Arbeitsstrukturen zunächst bis zu 25 000 Euro. (cben)

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