Neue Versorgungsformen

Not macht erfinderisch

IGiB in Brandenburg oder die Selektivverträge in Baden-Württemberg sind Modelle, um die Versorgung nachhaltig zu sichern.

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BERLIN. "Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg" (IGiB) ist ein Modellprojekt, das mit insgesamt 14,5 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Bundesausschusses gefördert wird. In einem Teamarztsystem schließen selbstständig arbeitende niedergelassene Ärzte Kooperationsverträge mit Krankenhäusern zur ambulanten und stationären Betreuung von Patienten. Das Modell arbeitet sektorübergreifend und interdisziplinär unter Einschluss auch nicht medizinischer Gesundheitsberufe.

Grundlage der Planung ist, wie IGiB-Chef Dr. Hans Joachim Helming beim Hauptstadtkongress berichtete, eine Statuserhebung von Bevölkerungsstruktur und Morbidität sowie eine Prognose für die nächsten 20 Jahre. Beteiligte sind neben den Ärzten die KV, Kassen und die Sana-Kliniken; mit der Implementation des Modells wird in Templin im nördlichen Brandenburg begonnen. Damit soll eine funktionale Neustrukturierung der Patientenversorgung auf der richtigen Behandlungsebene und eine sparsame Ressourceninanspruchnahme möglich werden.

Die Selektivverträge von Haus- und Fachärzten in Baden-Württemberg, getragen durch AOK und Medi sowie die AOK, zielen auf eine optimierte Zusammenarbeit zwischen Ärzten der Grundversorgung und der Spezialistenebene ab. Charakteristisch ist die exakte Definition von Schnittstellen sowie die Einbindung nichtärztlicher Assistenzberufe zur qualifizierten Unterstützung der Ärzte, so Dr. Werner Baumgärtner. Das Honorar liegt deutlich über dem KV-Durchschnitt. (eb)

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