Corona-Versorgungskonzept

Notärzte in Thüringen helfen per Tablet bei SARS-CoV-2

Telenotärzte als Teil des Corona-Versorgungskonzeptes im Freistaat: Sie können mit dem jeweiligen Rettungsdienst-Team kommunizieren, ohne selbst am Einsatzort anwesend zu sein.

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Weimar. In Thüringen helfen „Telenotärzte“ in der Coronavirus-Pandemie bei Rettungsdienst-Einsätzen. Die Kassenärztliche Vereinigung hat nach eigenen Angaben die Notarzt-Einsatzfahrzeuge landesweit mit Tablet-Computern ausgerüstet und zwei telemedizinische Arbeitsplätze in der KV-Geschäftsstelle aufgebaut.

Auf diese Weise würden Notärzte in die Lage versetzt, über eine verschlüsselte Video- und Audioverbindung mit dem jeweiligen Rettungsdienst-Team am Einsatzort zu kommunizieren, ohne selbst dort anwesend zu sein. Etwa 50 Tablets seien an die Einsatzfahrzeuge verteilt worden. Der Aufbau der von Land, KV und Krankenkassen finanzierten Ausstattung mit Tablets begann bereits im vergangenen Jahr. Inzwischen sind die Telenotärzte Teil des Corona-Versorgungskonzeptes in Thüringen.

Die Notärzte haben via Telemedizin unter anderem Zugriff auf spezifische Informationen des jeweiligen Rettungsdienstbereiches, etwa Listen vorhandener Medikamente und können Patienten direkt in der Notaufnahme von Krankenhäusern anmelden oder die Weiterleitung in spezialisierte Kliniken organisieren.

Die KV koordiniert in Thüringen neben dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst auch den Einsatz von Notärzten über die Rettungsleitstellen der Kommunen. Beteiligt sind mehr als 700 Ärzte an 47 Standorten im bodengebundenen Rettungsdienst. (zei)

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