Direkt zum Inhaltsbereich

Organspende: Söder plädiert für Widerspruchslösung

Veröffentlicht:
Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder will das Transplantationsgesetz verändern.

Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder will das Transplantationsgesetz verändern.

© Lindenthaler/imago

MÜNCHEN (sto). Für die geplante Änderung des Transplantationsgesetzes bevorzugt Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) die Einführung einer erweiterten Widerspruchslösung.

Ähnlich wie in Spanien und Italien könnte auf diese Weise die Quote der Organspenden in Deutschland deutlich erhöht werden, meinte Söder in München zum Auftakt der bundesweiten Kampagne "In jedem steckt ein Lebensretter", mit der sich die ABDA und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am 9. Juni gemeinsam an die Öffentlichkeit wenden.

Die Zeit für eine Änderung des Transplantationsgesetzes sei jetzt "reif", sagte der CSU-Politiker.

Mehr Transplantationsbeauftragte notwendig

Die bisherigen Erfahrungen hätten gezeigt, dass es mit der Ausgabe von Spenderausweisen allein nicht getan ist, erklärte Söder. Notwendig seien auch mehr Transplantationsbeauftragte, die in den jeweiligen Entnahmekrankenhäusern nicht nur Angehörige betreuen, sondern auch die Organisation einer Organspende übernehmen.

Außerdem sollte die Deutsche Stiftung Organtransplantation als Koordinierungsstelle stärker regionalisiert werden und mehr operative Eigenständigkeit vor Ort haben, forderte Söder.

Während der Kampagne wollen die Apotheken in Bayern ihre Kunden gezielt zum Thema Organspende informieren, erklärte der Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer, Thomas Benkert. Mehr als 70.000 Organspendeausweise stünden zur Weitergabe an die Kunden zur Verfügung, berichtete der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes, Dr. Hans-Peter Hubmann.

Nach einer Umfrage seines Verbandes haben fast zwei Drittel der Apotheken in ihrem Kundenstamm mindestens einen Patienten, der entweder auf ein Spenderorgan wartet oder eines erhalten hat, teilte Hubmann mit.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tirzepatid versus „einfache“ GLP-1-RA

Früher Einsatz eines GIP-/GLP-1-RA bei Typ-2-Diabetes zahlt sich wohl aus

Aktive Überwachung

Prostatakrebs: Urintest kann Biopsien ersparen

Lesetipps
Schmerzen im Knie - Zwei Hände fassen an das Gelenk.

© Hound / stock.adobe.com / Generated with AI

Kasuistik

Seltene Kristallarthropathie nach Bypass-Operation