Baden-Württemberg

Orthopädie-Versorgung wird optimiert

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STUTTGART. 322 Orthopäden und 105 orthopädisch tätige Chirurgen nehmen an einem Facharztvertrag nach Paragraf 73c SGB V in Baden- Württemberg teil, der im Januar gestartet worden ist.

AOK Baden-Württemberg, die Bosch BKK und Medi Baden-Württemberg haben das Projekt im Juli vergangenen Jahres gemeinsam aus der Taufe gehoben.

Bereits nach wenigen Wochen war die notwendige Hürde von 200 teilnehmenden Ärzten überwunden. Beteiligt sind auch der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) und der Berufsverband der niedergelassenen Chirurgen (BNC.)

Das neue Programm garantiert nach Angaben der AOK eine schnelle Terminvergabe und ausreichend Zeit für Behandlung. Patienten bekommen nach der Überweisung durch den Hausarzt innerhalb von maximal 14 Tagen einen Termin beim Orthopäden oder Chirurgen, im Notfall auch am selben Tag. "Wir sorgen dafür, dass der Orthopäde wieder Zeit für die Patienten hat", sagte Dr. Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. (eb)

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Kommentare
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Dr. Fritjof Bock

woher kommt die Zeit

der 73c Vertrag verspricht kürzere Wartezeiten und mehr Zeit für den Patient. Dafür gibt es ein paar Euro mehr. Nur: Woher kommt die Zeit? Die muss der teilnehmende Arzt zusätzlich bereitstellen, also entweder anderen Patienten (Versicherte anderer Krankenkassen) wegnehmen und damit für diese Patienten längere Wartezeiten generieren oder aber der eigenen Freizeit abzwacken. Also: wo ist der Gewinn? in der Qualität sicher nicht, denn die stellet jeder Arzt jedem Menschen gleich zur Verfügung. Im Gewinn? sicher auch nicht, den der Umsatz pro Zeiteinheit verbessert sich nicht. bei der Krankenkasse? Ja, da am ehesten; diese haben die teilnehmenden Ärzte unter Vertrag und können Werbung bei ihren Versicherten machen. Das sollte jeder für sich überlegen, bevor er an diesem Vertrag teilnimmt.


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