Geplante Krankenhausreform

Umbau der Kliniklandschaft: PKV-Verband warnt vor massiven Mehrkosten

Die Klinikreform unter Zeitdruck hinzubiegen birgt laut PKV-Verbandschef Reuther große Gefahren. Es drohten Mehrkosten sowie steigende GKV-Beitragssätze und Lohnzusatzkosten.

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„Eine Krankenhausreform unter Zeitdruck birgt großes Gefahrenpotenzial“: PKV-Verbandsdirektor Dr. Florian Reuther.

„Eine Krankenhausreform unter Zeitdruck birgt großes Gefahrenpotenzial“: PKV-Verbandsdirektor Dr. Florian Reuther.

© Rolf Schulten

Berlin. Mit Blick auf die geplante Krankenhausreform hat sich der PKV-Verband gegen überzogene Eile und Zuzahlungen nach dem Gießkannen-Prinzip ausgesprochen. In diesem Fall drohten „massive Mehrkosten, somit steigende GKV-Beitragssätze und Lohnzusatzkosten“, sagte Verbandsdirektor Dr. Florian Reuther am Mittwoch.

Eine Vorhaltefinanzierung solle daher nur dort erfolgen, wo sie bedarfsnotwendige Strukturen sichere, die sich nicht aus dem regulären Betrieb heraus finanzieren ließen, so Reuther.

Die Finanzierung der Investitionskosten durch die Bundesländer bleibe eine staatliche Aufgabe. „Sie darf nicht auf die Versicherten und Beitragszahler abgewälzt werden“, warnte der PKV-Chef.

Mix aus Fallpauschalen und Vorhaltefinanzierung

Die Klinikreform, insbesondere die künftige Finanzierung der Häuser, ist auch Gegenstand der 96. Gesundheitsministerkonferenz (GMK), die heute und morgen in Friedrichshafen am Bodensee stattfindet.

Vorgesehen ist, die bestehenden Krankenhaus-Fallpauschalen (DRG) um sogenannte Vorhaltepauschalen für im Krankenhaus erbrachte Leistungen zu ergänzen, um so den wirtschaftlichen Druck von den Häusern zu nehmen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte davon gesprochen, dass 60 Prozent der Leistungen künftig über Vorhaltepauschalen und 40 Prozent über Fallpauschalen zu finanzieren seien. (hom)

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