Kinderschutz

Pädiater fordern mehr Infos von Jugendämtern

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BERLIN. Um sich auch künftig um den Schutz von Kindern vor Misshandlung kümmern zu können, fordern die Kinderärzte weitere Lockerungen bei der Schweigepflicht der Jugendämter.

Pädiaterpräsident Dr. Wolfram Hartmann forderte beim Kinder- und Jugend-Ärztetag in Berlin die Jugendämter auf, eine Rückmeldung zu geben, ob der Verdacht auf Misshandlung oder Vernachlässigung auch gestimmt habe. Diese Rückmeldung erfolge in der Regel nicht. Somit könnten die Pädiater nicht beurteilen, ob sie mit ihrem Verdacht richtig lagen.

Bei der kontroversen Auseinandersetzung zwischen zwei Berliner Rechtsmedizinern und den Kinder- und Jugendärzten zeichnet sich ein Ende ab.

Die Rechtsmediziner hatten den Pädiatern vorgeworfen, den Verdacht auf eine Kindesmisshandlung aus pekuniären Gründen häufig nicht zu melden. Nach einem Gespräch in der Landesärztekammer Berlin sei dieser Vorwurf nun definitiv vom Tisch, berichtete Hartmann. (ras)

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