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Wissenschaftliches Projekt

Pandemie-Lage: Niedersachsen erprobt Datenverknüpfung

Um die Infektionslage im Land besser abschätzen zu können, sollen Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK Niedersachsen mit den Meldedaten der Gesundheitsämter zusammengeführt werden.

Veröffentlicht:

Hannover. Die AOK Niedersachsen und das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) wollen durch eine gemeinsame wissenschaftliche Studie namens „PanCHECK-iN“ (Pandemie-Check in Niedersachsen) die Infektionslage im Land besser einzuschätzen lernen.

Für das Projekt werden die AU-Bescheinigungen, die der Kasse vorliegen, mit den Meldungen der COVID- und Atemwegserkrankungen (nach Infektionsschutzgesetz) verglichen, die die einzelnen Gesundheitsämter dem Landesgesundheitsamt schicken. Dort werden diese Daten wöchentlich anonym bewertet, mit Informationen aus anderen Datenquellen verglichen und dargestellt.

Aus den Übereinstimmungen oder Abweichungen der beiden Parameter lassen sich die Tendenzen der Corona-Verbreitung abschätzen. Durch die erweiterte Datenerhebung ergibt sich zugleich ein neuer Überblick über die Fehlzeiten, die mit einer Corona-Erkrankung einhergehen.

Hintergrund der Initiative ist die zunehmend schlechtere Aussagekraft der COVID-19-Meldedaten nach Infektionsschutzgesetz durch den Rückgang der PCR-Testungen, hieß es. Laut des Wochenberichts des Robert-Koch-Institutes liegt die Zahl aktuell bei etwa 507 .226 in der Woche. In Spitzenzeiten lag sie bei über zwei Millionen.

Datenerfassung wird schrittweise erweitert

„Deutschlandweit nehmen wir mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle ein“, betonen Dr. Fabian Feil, Präsident des NLGA, und Dr. Jürgen Peter, Chef der AOK Niedersachsen. „Das Verfahren könnte zukünftig auch eine bessere Situationsbewertung bei anderen Atemwegserkrankungen ermöglichen.“

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Im zweiten Jahr werden zusätzlich weitere Atemwegserkrankungen wie die saisonale Influenza mit betrachtet und im dritten Jahr sollen auch andere Daten zur Infektionslage wie Hospitalisierung und Intensivbettenbelegung hinzugezogen werden, so die AOK. (cben)

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