"Gesunden Kinzigtal"

Patienten fühlen sich gut versorgt

Patienten fühlen sich durch das Projekt "Gesundes Kinzigtal" gut versorgt. Eine große Mehrheit würde die Einschreibung sogar weiterempfehlen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung der Initiatoren.

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HASLACH. Die Integrierte Versorgung wird von den Versicherten im Vollversorgungssystem "Gesundes Kinzigtal" in Südbaden als positiv eingeschätzt.

Dies berichten der Zusammenschluss von Haus-, Fachärzten und Psychotherapeuten (Medizinische Qualitätsnetze Ärzteinitiative Kinzigtal e.V.) und die Management- und Beteiligungsgesellschaft OptiMedis AG.

Im Rahmen des Projekts "Gesundes Kinzigtal" sind 15 Versorgungsprogramme für Versicherte mit verschiedenen Krankheitsbildern wie Osteoporose, Herzinsuffizienz oder Rückenschmerz aufgelegt worden.

Befragt worden sind 3038 der insgesamt 33.000 AOK- und LVSG-Versicherten (vormals LKK) der Region Kinzigtal. Sie wurden nach einer Zufallsstichprobe pro Praxis ausgewählt.

Knapp 25 Prozent der Angeschriebenen hätten sich an der anonymisierten Befragung zwischen November 2012 und Februar 2013 beteiligt, heißt es. Ziel sei es gewesen, die Zufriedenheit mit diesen Versorgungsangeboten zu messen, um auch Ansatzpunkte für Verbesserungen zu ermitteln.

Neun von zehn Befragten empfehlen Einschreibung

Das Ärztenetz und OptiMedis berichten, über 90 Prozent der antwortenden Mitglieder wollten sich bestimmt oder wahrscheinlich wieder einschreiben, 89 Prozent würden zudem Freunden und Bekannten empfehlen, ebenfalls Mitglied zu werden.

Vorgenommen wurde die Befragung von der Abteilung für Medizinische Soziologie an der Universität Freiburg.

Nach Angaben von Dr. Achim Siegel von der Universität Freiburg geben Teilnehmer an den Versorgungsprogrammen "signifikant häufiger als die Nicht-Teilnehmer an, dass sie ihr persönliches Gesundheitsverhalten verbessert haben".

38 Prozent der in der IV eingeschriebenen Versicherten hätten geantwortet, dass sie "jetzt insgesamt gesunder leben, bei den Nicht-Programmteilnehmern sind es 13 Prozent".

Arztkommunikation als Faktor der Zufriedenheit

Bei der Gesamtzufriedenheit mit dem Arzt sei die Kommunikation ein zentraler Faktor, berichtete Siegel. Die Empathie mit dem Patienten wurde als das wichtigste Kriterium angegeben, gefolgt von der verständlichen Erläuterung von Diagnose, Ursache und Behandlungsmethoden durch den Arzt.

53 Prozent der antwortenden Versicherten hätten die Behandlung bei ihrem Arzt als "sehr gut" oder "ausgezeichnet" angegeben.

Seit Anfang 2006 ist im Rahmen des regionalen Versorgungsmodells ,,Gesundes Kinzigtal‘‘ eine integrierte Vollversorgung nach Paragraf 140b SGB V entwickelt worden.

Dabei trägt die Managementgesellschaft Organisationsverantwortung für den Aufbau und den Ablauf des Projekts, die Reorganisation der Versorgungsabläufe und für die Versorgungssteuerung der eingeschriebenen Versicherten.

Allerdings übernimmt die Managementgesellschaft nicht die Funktion einer Krankenkasse als Kostenträger - es bleibt bei den klassischen Abrechnungswegen. Die beteiligten Ärzte erhalten Zusatzvergütungen für genau definierte Leistungen. (fst)

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