Berufspolitik

Patientenbewertung findet Anklang auch bei Fachpersonal

Veröffentlicht:

KÖLN (iss). Nicht nur bei Patienten, sondern auch beim medizinischen Fachpersonal hat die Bewertung von Krankenhäusern und Pflegeheimen im Internet offenbar viele Anhänger. Das zeigt eine Umfrage des medizinischen Informationsportals Kliniken.de.

Auf der Internetseite konnten die Nutzer von Ende Dezember 2009 bis Ende Juni 2010 die Frage beantworten, ob Patientenbewertungen von Kliniken oder Pflegeheimen auf Internetportalen veröffentlicht werden sollen. Die Seite wird nach Angaben des Betreibers Vivai Software AG vor allem von Fachbesuchern aus medizinischen und pflegenden Berufen genutzt.

Von ihnen nahmen 17 000 an der Befragung teil. 66,37 Prozent sprachen sich für eine Veröffentlichung der Patientenbewertungen aus, nur 29,15 Prozent waren dagegen. Dr. Bettina Horster vom Vivai-Vorstand hatte mit solch einem Ergebnis nicht gerechnet. "Ausgerechnet in dem hochsensiblen Bereich, in dem Menschen eine Entscheidung von sehr großer Bedeutung für ihr Leben und ihre Gesundheit treffen müssen, wollen sich auch die Beschäftigten von Kliniken genau auf die Finger gucken lassen und dies auch veröffentlichen", sagte sie.

Mehr zum Thema

Versorgung schwer psychisch kranker Patienten

KSVPsych-Richtlinie: Ein Anfang, aber mit großen Hürden

Stiftung Münch

Datenschutzrechtlicher Spielraum bei E-Akte bislang ungenutzt

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Bayern-Spieler Joshua Kimmich beim Bundesligaspiel der Münchner gegen Hoffenheim.

© Sven Hoppe/dpa

Leitartikel

Kimmichs Impf-Bedenken und die Frage, wer was warum will

Die AU zur Vorlage bei der Krankenkasse – seit Oktober sollte diese auch elektronisch übermittelt werden können. Inzwischen reduziert sich offenbar auch die Fehlerquote.

© Ulrich Baumgarten / picture alliance

Exklusiv Nach holprigem Start

gematik: Bei elektronischer AU sinkt Fehlerquote deutlich