„So geht das nicht“

Pflegeanbieter warnen vor drohender Lücke bei Corona-Testungen

Der Arbeitgeberverband Pflege fordert, dass die Corona-Testverordnung nachgebessert wird. Der Vorwurf: Die Ampel-Koalition setzt die Gesundheit der Pflegebedürftigen aufs Spiel. Grund sei eine „drohende Testlücke“.

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Berlin. Private Pflegeheimbetreiber haben auf eine drohende „Lücke“ im Rahmen der Bürgertestungen auf das Coronavirus hingewiesen.

Die Ampel-Koalition setze damit die Gesundheit der Pflegebedürftigen aufs Spiel, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP), Thomas Greiner, am Donnerstag.

Konkret stößt sich Greiner an der seit vergangener Woche geltenden Corona-Testverordnung des Bundes. Diese gilt zunächst bis Ende Februar 2023 und sieht unter anderem weiterhin kostenfreie Corona-Testungen in den gut 13.000 Alten- und Pflegeheimen vor.

Das zuletzt geänderte Infektionsschutzgesetz (IfSG) sehe allerdings eine Testpflicht für die Einrichtungen bis zum 7. April 2023 vor, erläuterte Greiner. „Bis April bestellen, aber nur bis Februar zahlen – so geht es nicht.“

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Es stelle sich die Frage, wer die Tests nach dem 28. Februar bezahlen solle, so Greiner. „Die Pflegebedürftigen, deren Eigenbeiträge ohnehin schon steigen? Oder die Heime, die schon die drastisch gestiegenen Energie-, Lebensmittel- und Personalkosten schultern müssen?“

Die Ampel-Regierung müsse das Problem rasch lösen und die Testlücke schließen. Die Gesundheit der Pflegebedürftigen dürfe „kein Sparposten“ sein, die Unternehmen wiederum bräuchten Planbarkeit.

Der Arbeitgeberverband vertritt eigenen Angaben zufolge 955 Mitgliedsunternehmen mit etwa 80.000 Beschäftigten in der Altenpflege. (hom)

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