Uniklinik Köln

Pflegekräfte bereiten Patienten auf Entlassung vor

Speziell ausgebildete Pflegekräfte bereiten Patienten auf Entlassungen vor.

Veröffentlicht:

KÖLN. Die Kölner Universitätsklinik will ihre Patienten besser auf die Zeit nach der Entlassung vorbereiten. Das neu eröffnete Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) bietet Kranken und Angehörigen Informationen und Schulungen zu verschiedenen Themen.

Im Zentrum, das sowohl telefonische als auch persönliche Beratungen anbietet, arbeiten zurzeit zwei Pflegekräfte mit je einer halben Stelle. Außerdem organisieren auch Pflegekräfte auf den Stationen Patientenschulungen, berichtet PIZ-Leiterin Dr. Cindy Scharrer.

"Wir bauen nach und nach ein Netzwerk von Mitarbeitern auf", sagt sie. Alle Pflegekräfte der Uniklinik, die in das Projekt einbezogen werden, haben eine spezielle Berater-Ausbildung absolviert.

Mit der Gründung des PIZ trägt die Klinik der Tatsache Rechnung, dass die Patienten immer früher entlassen werden. Sind die Patienten zu Hause, tauchen viele Fragen auf, etwa zur Arzneitherapie, zur Wundversorgung oder zum Umgang mit dem Urinbeutel, weiß Scharrer. "Es geht um alltägliche Gestaltungsfragen, da sind die Patienten nicht richtig versorgt."

Zurzeit bietet das PIZ Schulungen zur Wundversorgung und zur familialen Pflege durch Angehörige an. "Wir wollen das Angebot bedarfsabhängig ausweiten", sagt die Pflegepädagogin. Der Bedarf an gezielten Informationen rund um Krankheit und Versorgung ist groß.

Schon viele Patienten und Angehörige haben sich an das Zentrum gewandt, das erst Anfang Februar eröffnet wurde. "Das Angebot wird sehr gut angenommen." Die Uniklinik tritt mit der neuen Anlaufstelle in Vorleistung, eine Refinanzierung durch die Krankenkassen gibt es bislang nicht.

Scharrer ist davon überzeugt, dass die Unterstützung der Patienten richtig und nützlich ist. "Aber wir können nicht beweisen, dass es wirkt." (iss)

Mehr zum Thema

Versicherungsfremde Leistungen

Ersatzkassen warnen vor Kostenfallen

„Schnellster Weg aus der Pandemie“

Lauterbach: Allgemeine Impfpflicht ist moralisch vertretbar

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Nicht jeder führt sich den Beipackzettel gerne zu Gemüte. Ist aber doch wichtig zu wissen, wann ein Medikament kontraindiziert ist.

© Dan Race / stock.adobe.com

Unterschiedliche Fachinformationen

Oftmals abweichende Gegenanzeige trotz wirkstoffgleicher Arzneimittel

Die Frustration über die fehleranfällige Digitalisierung hat bei Ärztinnen und Ärzten im vergangenen Jahr zugenommen, zeigt das am Freitag veröffentlichte „Praxisbarometer Digitalisierung“ der KBV.

© baranq / stock.adobe.com

KBV-Praxisbarometer

Ärzte frustriert: Tägliche TI-Probleme in jeder fünften Praxis