Direkt zum Inhaltsbereich

Kritik an Spahn

Pflegemanager: Personaluntergrenzen grundsätzlich überdenken!

Pflegemanager in Kliniken sehen es kritisch, dass die Personaluntergrenzen auf Intensivstationen bald wieder gelten. Sie mahnen: Die Vorgaben gehen am Patientenbedarf vorbei und sorgen für reichlich Bürokratie.

Veröffentlicht:
Die COVID-19-Pandemie zeige, dass sich die Personalsteuerung im Krankenhaus am „tatsächlichen Pflegebedarf“ der Patienten orientieren müsse, betont der Bundesverband Pflegemanagement.

Die COVID-19-Pandemie zeige, dass sich die Personalsteuerung im Krankenhaus am „tatsächlichen Pflegebedarf“ der Patienten orientieren müsse, betont der Bundesverband Pflegemanagement.

© Julian Stratenschulte / dpa

Berlin. Pflegemanager haben die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angeordnete Wiedereinsetzung der Personaluntergrenzen (PpUG) auf Intensivstationen kritisiert.

„Die Personaluntergrenzen haben keinen Bezug zum Pflegeaufwand und werden häufig als Obergrenze missbraucht“, sagte der Vorstandschef des Bundesverbandes Pflegemanagement, Peter Bechtel, am Mittwoch. Es sei an der Zeit, die Vorgaben grundsätzlich zu überdenken.

Die COVID-19-Pandemie zeige, dass sich die Personalsteuerung im Krankenhaus am „tatsächlichen Pflegebedarf“ der Patienten orientieren müsse, so Bechtel.

Der Bedarf sei über „moderne Systeme“ und ohne bürokratischen Mehraufwand abzubilden und zu vergüten. Das neue Pflegebudget könne helfen, „Zeit zu gewinnen, um diese Systeme zu installieren“.

Pflegebudgets nutzen

Laut Pflegepersonal-Stärkungsgesetz müssen die Pflegekosten in Krankenhäusern ab 2021 vollständig aus den Fallpauschalen ausgegliedert werden.

Was Kliniken für die Pflege in bettenführenden Abteilungen ausgeben, wird gesondert über das individuell mit den Kassen auszuhandelnde Pflegebudget finanziert. Ein höherer Pflegeaufwand zieht dabei eine höhere Vergütung der entsprechenden Krankenhausleistung nach sich.

Die PpUG sind wegen der Coronavirus-Pandemie seit März außer Kraft gesetzt. Ab 1. August sollen sie wieder greifen – zunächst jedoch nur auf Intensivstationen und in der Geriatrie. (hom)

Lesen sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Exklusiv Bundesgesundheitsministerin im Interview

Nina Warken über Reformdruck: „So wie bisher kann es doch nicht weitergehen“

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?

Lesetipps