PPR 2.0

Pflegepersonalregelung: Klinikträger warnt vor hoher Belastung wegen fehlender IT-Lösung

Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband plädiert für die Einführung der PPR 2.0 erst zum 1. Juli 2024. Bis dahin stünde die notwendige IT-Unterstützung zur Verfügung, so sein Argument.

Veröffentlicht:

Berlin. Die zum Jahreswechsel avisierte Einführung der von der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Deutschem Pflegerat und der Gewerkschaft ver.di entwickelten Pflegepersonalregelung (PPR) 2.0 stellt die Klinikbetreiber vor Probleme, warnt der Deutsche Evangelische Krankenhausverbandes (DEKV) am Mittwoch in einer Mitteilung.

„Die Pläne des Bundesministeriums für Gesundheit, die PPR 2.0 bereits ab 1. Januar 2024 in Kraft zu setzen, wird die Pflege in den Krankenhäusern vor große Herausforderungen stellen“, schätzt DEKV-Chef Christoph Radbruch anlässlich der auslaufenden Stellungnahmefrist zum Referentenentwurf des BMG zur Rechtsverordnung zur Einführung der PPR 2.0.

Ohne entsprechende IT-Systeme entstehe ein erheblicher Zusatzaufwand für die Pflege: Jede Patientin und jeder Patient müsse händisch in die PPR 2.0 eingestuft und die Entscheidung dokumentiert werden. Bis entsprechende Software zur Verfügung stehe und installiert sei, würden Monate vergehen. Bis dahin werde den Pflegekräften viel Zeit für die Versorgung der Patienten fehlen.

Dadurch werde die „überstürzte“ Einführung der PPR 2.0 Anfang 2024 zum Bumerang für Arbeitsbedingungen in der Pflege und für die Patientenversorgung werden. Eine Einführung zum 1. Juli 2024 würde ausreichend Zeit für die Umsetzung der PPR 2.0 in den IT-Systemen der Krankenhäuser lassen und das Ziel der PPR 2.0 nicht gefährden, so der DEVK. (eb)

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