Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zum Patientenrechtegesetz

Pflicht, Recht und Placebo

Von Rebecca Beerheide Veröffentlicht:

Ein Gesetz, das den Namen nicht verdient, oder ein wichtiger Schritt für die Patienten? Die Meinungen über das Patientenrechtegesetz, das am Freitag den Bundesrat passieren wird, liegen weiter auseinander.

Aber es folgt der Logik einer butterweichen Formulierung, die die schwarz-gelbe Regierung im Koalitionsvertrag vor rund drei Jahren festgehalten hat.

Ärztevertreter haben das Gesetz immer wohlwollend begleitet, war doch relativ schnell klar, dass eine Beweislastumkehr nicht kommen wird. Vertreter von Verbraucherschutzorganisationen hatten den großen Wurf gefordert und sind nun maßlos enttäuscht.

Die Freude der Ärzte wird sich inzwischen eingetrübt haben - kommt doch nun im Alltag weiterer Dokumentationsaufwand hinzu. Die neuen und zusätzlichen Informations- und Aufklärungspflichten können sich allerdings auch positiv auf das Arzt-Patienten-Verhältnis auswirken.

Bleibt am Schluss noch das Thema Härtefallfonds, für den sich CSU-Mann Wolfgang Zöller, immerhin Patientenbeauftragter der Bundesregierung, seit Beginn seiner Amtszeit einsetzt -  erfolglos.

Der Fonds hat es nicht ins Gesetz geschafft, jetzt soll dafür möglicherweise eine Stiftung her. Ein wohlschmeckendes Placebo - besonders in einem Wahlkampfjahr.

Lesen Sie dazu auch: Zustimmung erwartet: Patientenrechte im Bundesrat

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neue Therapien

Gleich mehrere Durchbrüche bei seltenen Erkrankungen

Lesetipps
Ein Hautarzt untersucht die Haut mit einem Dermatoskop auf Melanom.

© Iryna&Maya / stock.adobe.com

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen

Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?