Gesundheitswirtschaftskongress

Gesundheitsunternehmer Lohmann: „Sind in der falschen Richtung unterwegs“

In der Hansestadt treffen sich noch bis morgen rund 1.000 Vertreter aus Verbänden, Politik und Unternehmen zum Gesundheitswirtschaftskongress.

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Hamburg. Mehr Mut zur Gestaltung und mehr Widerspruch, wenn Politik unternehmerische Spielräume einschränkt – mit diesem Wunsch hat Kongresspräsident Professor Heinz Lohmann den diesjährigen Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg eröffnet.

Gegenseitiges Schulterklopfen und „Loben über den grünen Klee“ nütze niemandem, Tristesse verbreiten aber auch nicht, so Lohmann.Er forderte: „Wenn die moderne Medizin nicht mehr in das tradierte System passe, müssten die Strukturen neu geordnet werden.“ Als unumgänglich und überfällig bezeichnete er die Aufhebung der Sektorentrennung.

Nicht an vorgeblich Bewährtem festhalten

„Zu wünschen wäre es, wenn die Politik diesen zwingend notwendigen Wandel tatkräftig fördern würde, und zwar nicht nur in Talkshows mit Worten, sondern im wirklichen Leben mit Taten“, sagte Lohmann, der sich verwundert darüber zeigte, dass mitten im Umbruch an „vorgeblich Bewährtem“ festgehalten wird.

„Wir sind in der falschen Richtung unterwegs. Mit Rezepten aus den 1970er und 1980er-Jahren kann die Zukunft nicht gestaltet werden. Sie sind damals schon grandios gescheitert.“ Zu dem zweitägigen Kongress kommen rund 1.000 Politiker, Manager, Unternehmer und Verbandsvertreter aus dem Gesundheitswesen. (di)

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