Arzneimittelpolitik

Rabattverträge der AOK starten für 63 Wirkstoffe

NEU-ISENBURG(fst). Auf Ärzte dürften ab sofort bei der Verordnung von Generika häufiger als bisher Fragen zukommen.

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Der 1. Juni ist das Startdatum für Rabattverträge der AOK über 63 Wirkstoffe gewesen. Deshalb werden viele Versicherte ihre Arzneien in neuer Verpackung und von einem anderen Hersteller als bisher erhalten. Insgesamt hat die Kasse 315 Rabattverträge geschlossen, da die Ausschreibung in fünf regionale Gebietslose aufgeteilt worden ist.

Die AOK erhofft sich in zwei Jahren Einsparungen "im höheren dreistelligen Millionenbereich". Für AOK-Versicherte können die Rabattarzneimittel zur Hälfte oder komplett von der Zuzahlung befreit sein. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) weist darauf hin, dass die Zuzahlungsregeln je nach Bundesland und Wirkstoff variieren können.

Die AOK erwartet keine Lieferprobleme der Hersteller. Nur solche Hersteller hätten einen Zuschlag erhalten, die Produktionskapazitäten nachweisen, mit denen sie mindestens 70 Prozent der Verordnungen je Wirkstoff eines 12-Monatszeitraumes abdecken können, teilt die Kasse mit.

Der Verband ProGenerika sieht in den nächsten Wochen "ein hartes Stück Arbeit" auf die Apotheken zukommen. Geschäftsführer Peter Schmidt verweist auf Studien, nach denen die Wirkung von Arzneimitteln davon abhängt, "ob die Menschen ihnen vertrauen". Mit der Umstellung im Zuge der Rabattverträge werde dieses Vertrauen gestört.

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