Rabattverträge in der Kritik

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BERLIN (hom). Stark wirksame Opioide sollten in der Apotheke nicht mehr gegen rabattierte Präparate ausgetauscht werden dürfen. Dies haben führende Schmerztherapeuten gefordert.

Jede Umstellung eines Opioids komme einer Neueinstellung des Patienten gleich, was große Risiken in sich berge, warnte Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, am Donnerstag in Berlin. Um die Folgen des Opioidaustausches auzugleichen, seien oft neue Medikamente, weitere Arztkontakte und sogar Klinikeinweisungen nötig. "Die Austauschpflicht ist also nicht nur medizinisch, sondern auch wirtschaftlich unsinnig." Daran ändere auch die Absicht der Koalition nichts, die Rabattverträge zu modifizieren und Patienten die Möglichkeit einzuräumen, bei Zuzahlung ein anderes als das rabattierte Präparat der Kasse zu wählen. "Eine adäquate Schmerztherapie" stünde dann nur noch denen zur Verfügung, "die es sich leisten können".

Lesen Sie dazu auch: Experten: Schmerztherapie gehört als Pflichtlehrfach ins Medizinstudium

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