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Corona-Bilanz

Reha-Einrichtungen haben in Pandemie rund eine Million Patienten versorgt

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation weist auf den Beitrag hin, den die Einrichtungen während des ersten Pandemiejahres in Deutschland geleistet haben. Und: Die Hygienekonzepte funktionierten.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Daumen hoch – auch in der Pandemie: Die medizinischen Reha-Einrichtungen hielten die Versorgung chronisch Kranker auch während der Corona-Pandemieaufrecht.

Daumen hoch – auch in der Pandemie: Die medizinischen Reha-Einrichtungen hielten die Versorgung chronisch Kranker auch während der Corona-Pandemieaufrecht.

© Printemps / stock.adobe.com

Berlin. Seit Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 haben die medizinischen Reha-Einrichtungen mehr als eine Million Menschen versorgt. Die Einrichtungen sicherten auch in der Corona-Pandemie die Regelversorgung für chronisch Kranke oder für Patienten im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt, etwa nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder nach einer Krebserkrankung. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) hin.

Zwar sei die Zahl der Rehabilitanden im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, doch hätte die Mehrzahl der Menschen eine notwendige Reha angetreten. Das allgemeine Verständnis dafür, dass eine Verzögerung den Genesungsprozess nicht fördere, sondern ihn verschlechtere, sei bei Patienten, Angehörigen und Ärzten gleichermaßen vorhanden, lobt die DEGEMED.

Schutz durch strenge Hygieneregeln

Die Sorge, sich in Pandemiezeiten in einer Reha-Einrichtung zu infizieren, sei unbegründet, rührt die Gesellschaft die Werbetrommel für das Angebot der Reha-Einrichtungen. Denn bisherige Erfahrungen zeigten dort ein generell niedriges Infektionsrisiko. Die Mehrzahl der Reha-Einrichtungen habe sich bereits seit Frühsommer 2020 mit strengen Hygienekonzepten und Abstandsvorschriften auf die Pandemie eingestellt und sei anschließend – auch in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern – jeden Entwicklungsschritt mitgegangen.

Neben Maskenpflicht und kürzeren Reinigungsintervallen heiße das unter anderem, dass sich Hygiene-Abstände durch geteilte Therapiegruppen und Essenszeiten im Mehr-Schichten-System etabliert hätten. Darüber hinaus gelten ein striktes Aufnahme-Management, Testroutinen bei Mitarbeitern und Rehabilitanden, die Quarantäne von Infizierten sowie Impfangebote für die Belegschaft.

Um die Zahl der Rehabilitanden künftig noch zu erhöhen, bietet die DEGEMED laut Mitteilung aktuell die „Checkliste Infektionsschutz in Reha-Einrichtungen“ an. Diese umfasse zehn Punkte mit kurzen Erläuterungen und kann als Kriterienkatalog eine Entscheidungshilfe für unentschlossene Rehabilitanden sein.

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