Direkt zum Inhaltsbereich

EU-Industriekommissar

Revirement in der Kommission stößt auf Protest

Veröffentlicht:

BRÜSSEL/BERLIN. Der Neuzuschnitt der Ressorts in der EU-Kommission stößt in Deutschland für harsche Kritik.

Anders als bisher soll die Zuständigkeit für Medikamente und Medizinprodukte im Industrieressort der Kommission angesiedelt sein. Seit 2009 war der Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz für Regulierungsfragen zuständig.

Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, zeigt sich enttäuscht: "Angesichts der bevorstehenden schwierigen Verhandlungen um eine neue Medizinprodukte-Verordnung hätten wir uns ein deutliches Bekenntnis der Kommission zum Verbleib der Zuständigkeit im Gesundheitsressort gewünscht", so Pfeiffer.

Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Professor Wolf-Dieter Ludwig, forderte in einem Schreiben an den designierten Kommissions-Präsidenten Jean-Claude Juncker, den Ressortzuschnitt nicht zu verändern.

Wirksamkeit, Qualität und Unbedenklichkeit müssten bei Neuzulassungen weiterhin "alleiniger Gradmesser für die Bewertung von Arzneimitteln und damit für die Patientensicherheit" sein, forderte er.

Patienteninformationen, die die EU-Kommission ausweiten will, dürften nicht "Bestandteil des strategischen und operativen Marketings" der Hersteller sein. Das Mandat eines Industriekommissars werde hier anderen Zielen verpflichtet sein als das eines Gesundheitskommissars, so Ludwig. (fst)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Arbeiten in der Alpenrepublik

Alternative Schweiz? Die Chancen für deutsche Ärzte stehen gut

Buchtipp

Neuer Bildband: Helden eines schrecklichen Krieges

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sie fragen – Experten antworten

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

Herzinsuffizienz

Erste klinische Studie belegt Wirksamkeit des Herzpflasters

Änderungen aus dem GOLD-Update

Neues Vorgehen bei COPD: Proaktiv statt reaktiv!

Lesetipps
Ein Arzt hält ein Model des männlichen Geschlechtstraktes und zeigt mit einem Stift auf die Prostata.

© Peakstock / stock.adobe.com

Cochrane-Review

Prostatakrebs: Wie ist denn nun die Evidenz des PSA-Screenings?

Modell des Darms

© SewcreamStudio / Stock.adobe.com

FODMAP, Hypnose, Stuhltransfer

Diese Interventionen helfen beim Reizdarmsyndrom

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram