Berufspolitik

Rheinland-Pfalz: Fast jedes Kind kommt zur Vorsorge

MAINZ (chb). Seitdem in Rheinland-Pfalz genau kontrolliert wird, ob ein Kind zur Früherkennungsuntersuchung beim Pädiater war, hat sich die Teilnahmequote deutlich erhöht. Das zeigt der Bericht der Landesregierung zur Umsetzung des Landeskinderschutzgesetzes.

Veröffentlicht:
Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt: Die Einladung durch die Ämter zahlt sich in Rheinland-Pfalz aus.

Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt: Die Einladung durch die Ämter zahlt sich in Rheinland-Pfalz aus.

© Doris Heinrichs / fotolia.com

So werden die Vorsorgeangebote mittlerweile zu 98 Prozent in Anspruch genommen. Das war vor Einführung des Einladungswesens im Jahr 2009 noch anders. Da sanken die Zahlen, je älter die Kinder wurden.

Konnte die U1 direkt nach der Geburt noch bei 98,5 Prozent der Neugeborenen vorgenommen werden, sank die Zahl für die U5 im 6. und 7. Lebensmonat schon auf 96,4 Prozent, für die U8 im 3,5 bis 4. Lebensjahr auf 87,3 Prozent und für die U9 im 5. bis 5,5 Lebensjahr bereits auf 84,8 Prozent. Das geht aus einer Auswertung der Schuleingangsuntersuchungen aus dem Jahr 2006 hervor.

Werden Kinder trotz zweimaliger Aufforderung durch das Zentrum für Kindervorsorge nicht beim Pädiater vorgestellt, schaltet sich das Gesundheitsamt ein.

Erfolgt auch nach telefonischer oder persönlicher Beratung durch die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes keine Untersuchung, wird das Jugendamt informiert.

Dieses musste seit Einführung des Meldewesens in Rheinland-Pfalz 1600mal tätig werden. Dabei fanden die Mitarbeiter des Jugendamtes 63-mal Hinweise darauf, dass Kinder tatsächlich vernachlässigt wurden.

4500-mal konnten die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Eltern überzeugen, mit ihrem Kind zur Früherkennungsuntersuchung zu gehen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Politik für die Schwächsten

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