Kommentar

Politik für die Schwächsten

Christiane BadenbergVon Christiane Badenberg Veröffentlicht:

Kevin, Lea, Sophie - hinter diesen Namen, die in den vergangenen Jahren durch die Medien gingen, verbergen sich furchtbare Schicksale vernachlässigter und misshandelter Kinder. Sie und viele andere Kinder mussten die Unfähigkeit oder das Desinteresse ihrer Eltern, aber auch ihres Umfeldes mit dem Leben bezahlen. Ein früheres Einschreiten, zum Beispiel der Jugendämter, hätte vielleicht auch diese Kinder retten können.

Einen guten Weg weist hier das Landeskinderschutzgesetz in Rheinland-Pfalz. Seitdem nachgeprüft wird, ob ein Kind zu den Früherkennungsuntersuchungen gebracht wurde, hat sich die Teilnahmequote deutlich erhöht. 1600-mal musste sich das Jugendamt um hartnäckige Verweigerer kümmern.

360-mal konnte Familien Unterstützung angeboten werden, 63-mal gab es konkrete Hinweise darauf, dass Kinder vernachlässigt wurden. Auf viele dieser Kinder wäre das Jugendamt ohne die Hinweise durch Pädiater und Gesundheitsämter vermutlich nicht aufmerksam geworden.

Häufig wird über Politiker und ihre Unfähigkeit lamentiert. Doch hier zeigt sich, dass politische Entschlossenheit, Kreativität und Durchsetzungswille positive Auswirkungen haben können. Auch für die Schwächsten unter uns.

Lesen Sie dazu auch: Rheinland-Pfalz: Fast jedes Kind kommt zur Vorsorge Rheinland-Pfalz: Regionale Unterschiede bei U1 bis U9

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Abgabehonorar

Apothekerpräsident Preis kündigt „Frühling der Proteste“ an

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Phenylketonurie – Phenylalanin-Zielwerte und Monitoring während der Lebensphasen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [2, 3]

Enzymersatztherapie der Phenylketonurie

Pegvaliase: anhaltendes Ansprechen, flexiblere Ernährung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Kronberg am Taunus
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

NutriNet-Santé-Studie

Viel Konservierungsstoffe in der Nahrung – erhöhtes Krebsrisiko?

Datenanalyse

Demenzschutz durch Zosterimpfung: Studie liefert erneut Hinweise

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten