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Geplante Legalisierung

Richterbund erwartet keine Entlastung durch Cannabis-Gesetz

Einsparungen von Hunderten Millionen Euro bei der Justiz? Dieser Rechnung aus dem BMG widerspricht der Richterbund nun. Die geplante Cannabis-Legalisierung führe eher zu zusätzlichen Verfahren.

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Berlin. Die von der Bundesregierung geplante Cannabis-Legalisierung wird nach Ansicht des Deutschen Richterbunds (DRB) nicht zu einer Entlastung der Gerichte führen. Er widerspricht damit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), in dessen Gesetzentwurf entsprechende Berechnungen enthalten sind. „Die Annahme einer massiven Entlastung der Justiz ist völlig unrealistisch“, sagte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Berlin.

Zu erwarten sei vielmehr, dass das „extrem kleinteilige Gesetz in der Umsetzung zu hohem Kontrollaufwand, zahlreichen neuen Streitfragen und zu vielen zusätzlichen Verfahren vor den Gerichten“ führen würde. Unter dem Strich dürften die Pläne sogar eher zu einer Mehrbelastung für die Justiz führen, vermutet Rebehn.

In dem überarbeiteten Gesetzentwurf, der am Donnerstag zur Stellungnahme an die mit dem Thema befassten Verbände verschickt worden war, heißt es, das Bundesgesundheitsministerium rechne mit einer Kostenentlastung bei Strafverfolgungsbehörden, Gerichten und Gefängnissen von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr. Dem Entwurf zufolge geht das Ministerium von jährlichen Einsparungen bei Strafverfolgungsbehörden in Höhe von 800 Millionen, bei Gerichten von 220 Millionen Euro und bei Justizvollzugseinrichtungen von 35 Millionen Euro aus.

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Der Entwurf sieht vor, dass grundsätzlich der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis für über 18-Jährige und der Anbau von maximal drei Pflanzen zum Eigenbedarf erlaubt werden sollen. Einen freien Verkauf der Droge in spezialisierten Geschäften, wie anfänglich diskutiert worden war, soll es aber nicht geben. Cannabis soll stattdessen in genannten Cannabis-Clubs gemeinschaftlich angebaut und abgegeben werden dürfen. (dpa)

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Kommentare
Hans Christoph 10.07.202316:05 Uhr

Der Deutsche Richterbund widerspricht der unsinnigen, unbewiesenen Behauptung des Bundeskrankheitsministers Prof.Dr.med. Karl Lauterbach die Legalisierung von Cannabis würde mehr als 1 Milliarde Euro Einsparungen in Justiz , Polizei etc. bedeuten... Wie viele Hunderte von Millionen Euro Mehrkosten durch erheblich mehr Polizeieinsätze, Kontrollen der Cannabis-Clubs, etc. bewirkt werden interessiert den Cannabis-FAN schlichtweg NICHT... Wohl dem der über einen, NOCH klaren Verstand, und noch klares Urteilsvermögen verfügt... PRO Senioren PAKT

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