Direkt zum Inhaltsbereich

Sachsen: Versorgung psychisch kranker Kinder unter der Lupe

Wie ist eine bedarfsgerechte Versorgung möglich? In Sachsen werden dazu Fachärzte befragt.

Veröffentlicht:

DRESDEN (eb). Forscher der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus haben den Auftrag, eine Erhebung zur Versorgungslage im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie im Freistaat vorzunehmen.

Die Versorgungslage im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sei in den letzten Jahren in Deutschland immer wieder kontrovers diskutiert worden, insbesondere wenn jugendliche Patientinnen und Patienten in Gewaltkriminalität und "Amokläufe" verwickelt waren, teilt die Technische Universität Dresden mit.

Das Zusammenspiel innerhalb der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie von ambulanter und stationärer Versorgung, die Kooperation zwischen Schule, Elternhaus, Jugendamt, Strafverfolgungsbehörden und anderen involvierten Organisationen sowie die Mischfinanzierung dieses Versorgungssektors durch Krankenversicherung, kommunale Jugendhilfe sowie Landesbehörden werde oft als Problem wahrgenommen.

Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz führt jetzt eine Arbeitsgruppe um Professor Joachim Kugler am Lehrstuhl für Gesundheitswissenschaften/ Public Health der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden ein Forschungsprojekt zum "Aktuellen Stand der kinder- und jugendmedizinischen Versorgung in Sachsen und mögliche Entwicklungen aus ärztlicher und patientenorientierter Sicht" durch.

Die Studie läuft noch bis Ende Februar 2011. Im Mittelpunkt des Projektes steht das Fachgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie -psychotherapie, wobei die Fachärzte dieser Disziplin zu ihrer Wahrnehmung der Versorgungssituation sowie zu Chancen und Herausforderungen interviewt werden.

Darüber hinaus werden Beratungsstellen für Kinder- und Jugendliche sowie Einrichtungen der Jugendhilfe schriftlich befragt. Ziel sei es, fundierte Überlegungen für eine bedarfsgerechte Versorgung abzuleiten.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

© libre de droit | iStock

Update MS

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

© Yozayo | iStock

Intrathekale Entzündung

Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Ein erreichbares Ziel bei MS?

© Merck KGaA

Therapiefreie Remission

Ein erreichbares Ziel bei MS?

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

ENRICH-AF-Studie

Vorhofflimmern: Antikoagulation nach Hirnblutung bleibt heikel

Lesetipps
Ein Mann in Rollstuhl mit Begleiterin im Gespräch mit einer Ärztin

© Luis / stock.adobe.com

Barrieren abbauen

Menschen mit Behinderung in der Praxis: Kleine Stellschrauben, große Wirkung

Viren schweben über Kot.

© Shawon / Generated with AI / Stock.adobe.com

Heimische Zoonosen

Wie Sie eine Hantavirus-Infektion erkennen