Kommentar zur KBV-VV

Schlechte Lobby

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung gibt derzeit kein gutes Bild in der Öffentlichkeit ab. Alles, was die deutsche Seele und das ihr eigene Gerechtigkeitsempfinden in Wallung bringen kann, kommt derzeit bei der obersten Vertretung der Vertragsärzte zusammen.

Da wäre zunächst der Verdacht der Vetternwirtschaft, dann in die Anfänge ihrer Berliner Zeit zurückreichende dubiose Finanztransaktionen und Immobiliengeschäfte, die so undurchsichtig sind, dass selbst die Aufsichtsbehörde bei der Prüfung nicht weiter kommt, und jetzt auch noch der Vorwurf der vorsätzlichen Steuerverkürzung.

Selbst wenn sich die Verdächtigungen plötzlich in Luft auflösen würden - einen größeren Bärendienst hätte die Organisation ihren Mitgliedern kaum leisten können. Schnell steht nämlich der ganze Berufsstand am Pranger.

Nun ist es zum Glück nicht so, dass die Vertreter alles schlucken. Die Abstimmung über den Haushalt, die immer auch eine ist, um den Vorstand zu entlasten, ist nach Angaben von Teilnehmern am Freitag nicht einstimmig ausgefallen. In manchem Verein zieht so etwas weit reichende Konsequenzen nach sich.

Am kommenden Freitag soll es zum Schwur kommen. Dann stehen die Abwahlanträge gegen die Vorstände Andreas Köhler und Regina Feldmann auf der Tagesordnung. Ihr Ausgang ist ungewiss.

Lesen Sie dazu auch: Steuerfahndung ermittelt: KBV in schweren Zeiten

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Debatte um Primärversorgung

HzV in Baden-Württemberg: Dort regiert die ganz große Koalition

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Treat-to-Target-Strategie

Gicht: Mit der Harnsäure sinkt auch das kardiovaskuläre Risiko

Lesetipps
Eine Frau steht vor einer schwarzen Wolke.

© 1STunningART / stock.aodbe.com

Keine Modeerscheinung

ADHS im Erwachsenenalter: Das gilt für Diagnostik und Therapie