Direkt zum Inhaltsbereich

Ampel-Pläne zur Gesundheit

Schwester Agnes erhält Rückenwind, die HZV keine Erwähnung

Multiprofessionelle Gesundheitszentren, Gesundheitskiosk, Gemeindeschwester: Vieles wollen die Ampel-Partner fördern. Nur die HZV taucht nicht auf.

Veröffentlicht:

Die Ampel will den Umbau ambulanter Versorgungsstrukturen durch Vergütungsanreize gezielt in eine Richtung lenken. Für bestimmte Leistungen soll die Vergütung im ambulanten und stationären Bereich angeglichen werden. Das wird Krankenhäuser unter Druck bringen: Hybrid-DRG sollen ein Vehikel sein, um „unnötig“ erbrachte stationäre Leistungen zu ersetzen.

Klare finanzielle Anreize wollen die Ampel-Partner auch beim Auf- und Ausbau multiprofessioneller „integrierter Gesundheits- und Notfallzentren“ setzen. Dort soll wohnortnah ambulante sowie kurzstationäre Versorgung stattfinden.

Vage bleibt in dem Papier die Grünen-Idee, selektivvertragliche Versorgung in Form von Gesundheitsregionen zu organisieren. Übrig geblieben ist nur das Bekenntnis, den Spielraum von Kassen und Ärzten für „innovative Versorgungsformen“ zu erhöhen. Die hausarztzentrierte Versorgung (HZV) ist den Amplianern keine Erwähnung wert.

In Ballungsgebieten sollen niedrigschwellige Angebote für Versorgung und Prävention gefördert werden – etwa in Form von „Gesundheitskiosks“ wie in Hamburg. Auf dem Land sollen Gemeindeschwestern und -lotsen dem gleichen Ziel dienen.

Einen alten Bekannten lassen die Ampel-Partner in nur einem Satz auftauchen: eine sektorenübergreifende Versorgungsplanung, die gemeinsam mit den Ländern erreicht werden soll. Diese Forderung wird seit Jahren erhoben – geschehen ist nichts. (fst)

Lesen sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Medibiom

© Medibiom

MEDICE

MEDIBIOM – Darmgesundheit neu gedacht!

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Rückblick

Ein Jahr Alzheimer-Antikörper: Was sich getan hat

Lesetipps
Bei der Springer Medizin Gala wurden die Preisträger des Galenus-von-Pergamon-Preises und des Charity Awards gekürt.

© Marc-Steffen Unger

Preisträger gekürt

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026

Ehrenamtliches Engagement beeindrucke sie nicht nur, „es berührt mich“, erklärte die einstige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.

© David Vogt

Springer Medizin Gala

Preisträger des Springer Medizin Charity Awards feierlich gekürt