Ampel-Pläne zur Gesundheit

Schwester Agnes erhält Rückenwind, die HZV keine Erwähnung

Multiprofessionelle Gesundheitszentren, Gesundheitskiosk, Gemeindeschwester: Vieles wollen die Ampel-Partner fördern. Nur die HZV taucht nicht auf.

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Die Ampel will den Umbau ambulanter Versorgungsstrukturen durch Vergütungsanreize gezielt in eine Richtung lenken. Für bestimmte Leistungen soll die Vergütung im ambulanten und stationären Bereich angeglichen werden. Das wird Krankenhäuser unter Druck bringen: Hybrid-DRG sollen ein Vehikel sein, um „unnötig“ erbrachte stationäre Leistungen zu ersetzen.

Klare finanzielle Anreize wollen die Ampel-Partner auch beim Auf- und Ausbau multiprofessioneller „integrierter Gesundheits- und Notfallzentren“ setzen. Dort soll wohnortnah ambulante sowie kurzstationäre Versorgung stattfinden.

Vage bleibt in dem Papier die Grünen-Idee, selektivvertragliche Versorgung in Form von Gesundheitsregionen zu organisieren. Übrig geblieben ist nur das Bekenntnis, den Spielraum von Kassen und Ärzten für „innovative Versorgungsformen“ zu erhöhen. Die hausarztzentrierte Versorgung (HZV) ist den Amplianern keine Erwähnung wert.

In Ballungsgebieten sollen niedrigschwellige Angebote für Versorgung und Prävention gefördert werden – etwa in Form von „Gesundheitskiosks“ wie in Hamburg. Auf dem Land sollen Gemeindeschwestern und -lotsen dem gleichen Ziel dienen.

Einen alten Bekannten lassen die Ampel-Partner in nur einem Satz auftauchen: eine sektorenübergreifende Versorgungsplanung, die gemeinsam mit den Ländern erreicht werden soll. Diese Forderung wird seit Jahren erhoben – geschehen ist nichts. (fst)

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