Hautveränderungen

Selbsthilfegemeinschaft macht auf Stigma aufmerksam

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KÖLN. Die Selbsthilfegemeinschaft Haut hat den kürzlich stattgefundenen Düsseldorfer Halbmarathon in doppelter Weise genutzt, um auf das Thema Hautveränderungen aufmerksam zu machen.

Ein Team, das sich den Namen "Haut #erleben" gegeben hatte, ist die 21 Kilometer mitgelaufen – auch, um für mehr Akzeptanz gegenüber Betroffenen zu werben.

Zeitgleich zum Marathon hatte die Selbsthilfe eine professionelle Schminkperformance organisiert unter dem Motto "Perspektivwechsel Haut". Dabei wurden Models so geschminkt, dass sie in ihrer Umgebung aufzugehen schienen.

Damit wollte die Selbsthilfe auf den Wunsch vieler Hauterkrankter aufmerksam machen, unkenntlich zu werden und mit der Umgebung zu verschmelzen. Gleichzeitig konnten sich Interessierte Hautveränderungen schminken lassen.

Dieses Angebot nahm auch der Düsseldorfer Gesundheitsdezernent Professor Andreas Meyer-Falcke wahr. Er ließ sich Psoriasis auf Hand und Gesicht malen.

Wenn man es nicht schaffe, mit hautkranken Menschen so umzugehen wie mit Gesunden, dann habe die Gesellschaft ein Problem, sagte er. "Insbesondere wenn kranke Menschen Stigmatisierung erfahren, dürfen wir uns nicht wundern, dass sie immer kränker werden."

Das von der AOK Rheinland/Hamburg gesponserte Team "Haut#erleben" für den Marathon bestand aus sieben Läufern, darunter zwei Dermatologen. (iss)

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