Sieben-Punkte-Plan für motivierte Medizinstudenten

KIEL (di). Um den Nachwuchs von einer Tätigkeit in der ärztlichen Versorgung zu überzeugen, müssen nach Ansicht von Dr. Frank Ulrich Montgomery auch von ärztlicher Seite Anstrengungen unternommen werden.

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"Wir müssen aufhören zu jammern, packen wir es an": Mit diesen Worten appellierte der Vizepräsident der Bundesärztekammer beim Kongress Vernetzte Gesundheit in Kiel an Körperschaften, Kollegen und Politik, sich dem Wettbewerb um Nachwuchskräfte zu stellen. Mit einem Sieben-Punkte-Programm hofft er, junge Menschen für den Arztberuf motivieren zu können:

• geändertes Auswahlverfahren für Medizinstudenten: neben dem Numerus Clausus sollten zusätzliche Auswahlverfahren eingeführt werden, die Aufschluss über die Neigungen des Nachwuchses geben. Montgomery geht davon aus, dass viele junge Menschen sich für den Arztberuf eignen, auch sie nicht die entsprechenden Abiturnoten aufweisen.

• Landeskinderquote statt Landarztquote: über die Bindung von Medizinstudenten an ihr eigenes Bundesland sollen mehr junge Menschen motiviert werden, aufs Land zu gehen.

• Attraktiveres Studium, um die Abbrecherquote unter Medizinstudenten zu verringern.

• Mehr Studienanteile in den Praxen, um eine Bindung an die ambulante Tätigkeit herzustellen.

• Bessere Arbeitsbedingungen, um in der Konkurrenz gegenüber anderen Berufen nicht zurückzufallen.

• Mehr Attraktivität in der Weiterbildung und Verlagerung in die Praxen;

• Die Niederlassung erleichtern und darauf drängen, dass die Infrastruktur vor Ort verbessert wird.

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