Arzneimittelpolitik

Spionierte US-Behörde FDA kritische Forscher aus?

WASHINGTON (dpa). Die für die Arzneimittel-Kontrolle zuständige US-Behörde FDA hat nach einem Zeitungsbericht im Jahr 2010 eine groß angelegte Spähaktion gegen kritische eigene Wissenschaftler ausgeführt.

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Tausende private E-Mails von insgesamt 21 Angestellten an Kongressmitglieder, Rechtsanwälte, Journalisten und sogar an Präsident Barack Obama seien mit Hilfe von Spionage-Computersoftware heimlich mitgelesen worden. Das meldete die "New York Times" online am 15. Juli.

Die FDA (Food and Drug Administration) habe damit eine mutmaßliche "Kollaboration" von internen und externen Gegnern zur Verbreitung "diffamierender Informationen" über die Behörde verhindern wollen.

Ausgangspunkt sei ein bitterer jahrelanger Disput zwischen ursprünglich fünf Wissenschaftlern und ihren Vorgesetzten gewesen. Die Angestellten hätten der Behörde vorgeworfen, aufgrund fehlerhafter Prozeduren Röntgengeräte für Mammografien und Darmuntersuchungen zugelassen zu haben, die Patienten gefährlicher Strahlung ausgesetzt hätten.

Die Spähaktion habe sich dann immer stärker ausgeweitet, berichtete die Zeitung, die nach eigenen Angaben bei der Operation gewonnene Dokumente einsah.

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