Abtreibungen

Staatssekretärin ist gegen Gesetzesänderung

Das gesetzliche Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche soll in der jetzigen Form weiter bestehen, findet die Parlamentarische Staatssekretärin im BMG.

Veröffentlicht:
Soll es Änderungen am Paragraf 219a geben? Nein, findet Sabine Weiss, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium.

Soll es Änderungen am Paragraf 219a geben? Nein, findet Sabine Weiss, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium.

© nmann77 / stock.adobe.com

BERLIN. Im Streit über das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche hat sich die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (BMG) zu Wort gemeldet. Sabine Weiss sprach sich dagegen aus, den Paragrafen 219a StGB abzuschaffen.

"Das Werbeverbot ist Teil eines ausgewogenen Konzepts für den Schutz des ungeborenen Lebens, auf das man sich vor über 25 Jahren nach langen gesellschaftlichen Debatten geeinigt hat. Diese Entscheidung wurde wohlüberlegt getroffen. Eine Novellierung des Strafgesetzbuchs ist deshalb der falsche Weg", wird sie in einer Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums zitiert.

Aus ihrer Sicht sei es wichtig, dass Frauen, die über eine Abtreibung nachdenken, in dieser schwierigen Situation alle Informationen erhalten, die sie benötigen und auch wissen, an wen sie sich wenden können. Sie dürften nicht allein gelassen werden, betont Weiss.

BÄK will Liste von Ärzten erstellen

Hilfe kündigte kürzlich die Bundesärztekammer (BÄK) an. Sie will eine Liste mit Ärzten erstellen, die Abtreibungen vornehmen.

Frauen könnten sich neutral informieren und die darauf verzeichneten Ärzte wären nicht vom Werbeverbot nach Paragraf 219a betroffen, erläuterte BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery. (ths)

Mehr zum Thema

Digitale Versorgung

Ärzte kritisieren verabschiedetes DVPMG

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Die Vertreter der der Bundesländer stimmen in der Länderkammer über
eine Verordnung zur Rückgabe von Rechten an Geimpfte und Corona-Genesene ab.

Erleichterungen beschlossen

Bundesrat macht Weg für Corona-Geimpfte und -Genesene frei

Impfpass in Reichweite: Für AstraZenecas COVID-19-Vakzine soll die Priorisierung gänzlich fallen.
Update

Impfpriorisierung

Vaxzevria® für alle: Ärzte dürfen jetzt selbst entscheiden

Viermal ComirnatyTextbaustein: war: die letzten Maiwochen bitte für die Zweiimpfungen.

Corona-Impfung

Staat regelt Haftung für Corona-Impfstoffe neu