Berufspolitik

Stipendien halten junge Ärzte in Thüringen

ERFURT (rbü). Medizinstudenten bleiben gern in Thüringen: Die Stiftung zur Förderung der ambulanten Versorgung konnte bereits 35 Stipendien an angehende Ärzte vergeben, die sich im Gegenzug dafür in Thüringen niederlassen.

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Wie Geschäftsführer Jörg Mertz bestätigte, wurden allein in diesem Jahr bereits 19 Thüringenstipendien mit einem Volumen von 162.000 Euro bewilligt.

Gefördert werden Ärzte in Weiterbildung in den besonders von Unterversorgung bedrohten Fachgebieten Innere und Allgemeinmedizin, sowie seit kurzem auch Augenärzte. Sie erhalten eine monatliche Förderung von 250 Euro für maximal 60 Monate oder auch den Gesamtbetrag.

Dafür verpflichten sie sich zur vertragsärztlichen Tätigkeit oder Niederlassung in einer unterversorgten Region für mindestens vier Jahre. Die Stiftung finanziert sich über Landesmittel und Zustiftungen der Kassenärztlichen Vereinigung, die seit Gründung 2009 bereits 375.000 Euro für die Stipendien beigesteuert hat, so Mertz.

Als einzige Krankenkasse habe sich bislang die AOK plus engagiert. Die Finanzierung sei weiterhin leider ein Problem. Prognosen zufolge gehen fast 40 Prozent der Hausärzte in Thüringen in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand.

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