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Tarifverhandlungen

Streiks in sechs Vivantes-Kliniken

Am Montag kämpften Pflegekräfte für mehr Lohn und Personal in deutschen Krankenhäusern. Die mit diesen Forderungen verbundenen Kosten schätzt die Deutsche Krankenhausgesellschaft auf eine Milliarde Euro.

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BERLIN. Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben am Montag auch Pflegekräfte in Kliniken die Arbeit niedergelegt. Ganztägig betroffen waren sechs Kliniken des Betreibers Vivantes in Berlin, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. In Sachsen-Anhalt streikten Mitarbeiter des Klinikums Dessau-Roßlau.

Organisiert werden die Warnstreiks jeweils auf regionaler Ebene. Am Montag waren vor allem Einrichtungen in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin betroffen.

Bei Vivantes in Berlin wurden Operationssäle und Anästhesie in vier der Einrichtungen bestreikt hinzu kamen Patientenbegleitservice und teilweise die Pflegestationen in den Häusern. "Mehr als 300 Mitarbeiter haben sich an der Aktion beteiligt", berichtet Verdi-Sprecher Andreas Splanemann im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Insgesamt hätten etwa 120 geplante Operationen nicht stattgefunden. Es sei zu Verzögerungen in der Versorgung gekommen, die Behandlung von Notfällen sei aber zu jeder Zeit gewährleistet gewesen. "Ich hoffe, wir konnten heute einen ordentlichen Warnschuss abgeben", betont Janine Balder, die den Streik in den Vivantes-Kliniken organisiert hat.

Weitere Verhandlungsrunde am Donnerstag

Die Pflegekräfte kämpfen für 3,5 Prozent mehr Lohn und mehr Personal auf den Klinikstationen. Die Forderungen der Mitarbeiter würden in deutschen Kliniken einen Refinanzierungsbedarf von etwa einer Milliarde Euro auslösen, erklärt ein Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Der Auftakt der Tarifverhandlungen in der vergangenen Woche blieb für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ergebnislos. Für Dienstag sind unter anderem Aktionen in Bayern, Hessen und Brandenburg geplant.

Am Donnerstag wird in der zweiten Runde mit den Arbeitgebern verhandelt, je nach Resultat seien weitere Aktionen nicht ausgeschlossen, sagt Verdi-Sprecher Splanemann. (mh, mit Material von dpa)

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