SARS-CoV-2

Südwesten: 500 Ärzte im Ruhestand wollen helfen

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg ruft Ärzte „außerhalb der Regelversorgung“ und Ärzte im Ruhestand dazu auf, in Fahrdiensten und Abstrichzentren auszuhelfen. Über 500 haben sich bereits gemeldet.

Veröffentlicht:

Stuttgart. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 wird dringend ärztliche Arbeitskraft benötigt. In Baden-Württemberg sollen nun Ärzte „außerhalb der Regelversorgung“ und bereits pensionierte Ärzte aushelfen.

Die Bereitschaft der Mediziner dazu ist offenbar groß, wie die Landesärztekammer Baden-Württemberg jetzt mitteilte.

Erst vor zwölf Tagen hatte die Kammer damit begonnen, die Mediziner anzuschreiben, um sie für eine Mitwirkung an Maßnahmen in ihren Stadt- oder Landkreisen zu gewinnen. Dazu gehören etwa Tätigkeiten in Abstrichzentren oder im ärztlichen Fahrdienst.

„Außerhalb der Regelversorgung“ bedeutet laut Kammer, dass es sich um Ärzte handelt, die derzeit eine Tätigkeit nicht direkt in der Behandlung von Patienten ausüben, also zum Beispiel in Behörden oder der Pharmaindustrie beschäftigt oder gar in Elternzeit sind.

„Unsere Mitglieder erkennen den dringenden Bedarf“

„Erfreulich viele ärztliche Kolleginnen und Kollegen haben sich bei uns gemeldet, die in der aktuellen Situation mitarbeiten wollen“, sagt Baden-Württembergs Kammerchef Dr. Wolfgang Miller.

„Die Zahl liegt derzeit bei über 500 und steigt kontinuierlich. Unsere Mitglieder erkennen den dringenden Bedarf an ärztlicher Arbeitskraft und wollen dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung zu verstärken.“

Gemäß Absprache ließen die Kassenärztliche Vereinigung (KV), die Landkreise und die Gesundheitsämter der Landesärztekammer inzwischen „Bedarfsanforderungen“ zukommen. Die Kammer wiederum reiche diese Anfragen regional an Ärzte weiter, die sich zur Mitarbeit bereit erklärt haben. (reh)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

KV Thüringen

Akutpraxis in Gera: Praxismodell gegen den Ärztemangel

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Symposium der Paul-Martini-Stiftung

COVID-19 akut: Früher Therapiestart effektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Wirkt auch bei Ceftriaxon-Resistenz

Zoliflodacin als neue Option in der Antibiotika-Therapie der Gonorrhö

Lesetipps