Tarifverhandlung vertagt

Bereitschaftsdienste an kommunalen Kliniken werden zum Zankapfel

Die zweite Runde der Tarifgespräche für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern ist ergebnislos verlaufen. Bei zwei Themen haken die Gesprächen besonders.

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In der zweiten Verhandlungsrunde zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) hakt bei den Regelungen zu Bereitschaftsdiensten.

In der zweiten Verhandlungsrunde zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) hakt es auch bei den Regelungen zu Bereitschaftsdiensten.

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Berlin. Ärzte an den kommunalen Kliniken müssen weiter auf einen neuen Tarifabschluss warten. Auch die zweite Verhandlungsrunde zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) ist ergebnislos verlaufen. Offenbar hakt es vor allem bei geforderten Verbesserungen für Bereitschaftsdienste und freie Wochenenden.

„Will man die aktuellen Gespräche zusammenfassen, reichen drei Worte: intensiv, aber unergiebig“, kommentiert MB-Verhandlungsführer Christian Twardy die bisherigen Verhandlungen. Die VKA zeige bisher wenig Bereitschaft, pragmatische und praktische Schritte zur Reduzierung der Arbeitsbelastung mitzugehen, heißt es.

MB-Verhandlungsführer Christian Twardy

MB-Verhandlungsführer Christian Twardy

© Marburger Bund

MB will präzisere Regelungen

Gestritten wird offenbar vor allem um präzisere Regelungen für den Bereitschaftsdienst. Die VKA stelle sich immer noch auf den Standpunkt, eine trennschärfere Begrenzung von Bereitschaftsdiensten würde die Arbeit an Krankenhäusern deutlich erschweren, dabei sei das Gegenteil richtig, so Twardy.

„Eindeutige, verbindliche und leichter handhabbare Regelungen schaffen Rechtsklarheit und führen zu mehr Arbeitszufriedenheit.“ Daran sollten die Arbeitgeber seiner Meinung nach selbst großes Interesse haben, denn die Zukunftsfähigkeit von Krankenhäusern hänge maßgeblich von den Arbeitsbedingungen ab.

VKA fürchtet Überforderung kleiner Krankenhäuser

Die VKA begründet ihre ablehnende Haltung bei diesem Thema mit der Sorge um kleinere Häuser. „Die geforderten Verschärfungen bei den Bereitschaftsdiensten und den freien Wochenenden sind nicht umsetzbar, ohne den Fortbestand von kleineren kommunalen Kliniken und kleineren Abteilungen zu gefährden“, kritisiert Jürgen Jung vom VKA. Bereits die in der vergangenen Verhandlungsrunde getroffenen Vereinbarungen zur Begrenzung von Bereitschaftsdiensten stellten viele Häuser schon jetzt vor große Herausforderungen.

Mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde am 16. Dezember fordert MB-Vize Dr. Andreas Botzlar konkrete Vorschläge der VKA für Bereitschaftsdienste, zur Limitierung der Rufbereitschaften und zur Erhöhung der Gehälter. MB und VKA verhandeln für etwa 55.000 bis 60.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern in Deutschland. (chb)
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