Tarifverhandlungen für Ärzte weiter zäh

OFFENBACH (chb). Die Tarifverhandlungen für die Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern verlaufen offenbar weiter sehr zäh. Bis Dienstagmittag zeichnete sich noch keine Einigung ab.

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"Es stehen alle Themen auf dem Prüfstand und es werden alle Einigungsmöglichkeiten ausgelotet", sagte der Sprecher des Marburger Bundes Hansjörg Freese. "Aber die Tatsache, dass wir zusammensitzen heißt nicht, dass wir in großen Schritten vorankommen", sagte er. Eine Prognose, wann es zu einer Einigung mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) kommen könnte, wagte Freese nicht. Eine Sprecherin des VKA hatte sich am Morgen zuversichtlich gezeigt, dass eine schnelle Einigung bevorstehen könnte. Bis zum Mittag war ihr Optimismus allerdings schon wieder verflogen.

Nach Auffassung des MB sind die die Arbeitgeber wieder verhandlungsbereit, weil der Streik Wirkung zeige und die Klinikgeschäftsführer Druck auf die VKA-Verhandlungsführer ausüben. So hatte unter anderem der stellvertretende Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Solingen in einem Interview mit der "Rheinischen Post" berichtet, dass der Streik alleine seine Klinik pro Tag 100 000 bis 120 000 Euro koste.

Die Ärzte an den kommunalen Kliniken streiken bereits in der vierten Woche. Erst am Montag waren in Frankfurt/Main fast 5000 Ärzte zu einer großen Demonstration zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Forderung steht eine bessere Vergütung der Nacht- und Bereitschaftsdienste.

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