Charité

Tarifvertrag soll Belastung senken

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BERLIN. Der Pflegestreik an der Charité wird ausgesetzt. Europas größte Uniklinik hat sich mit der Gewerkschaft Verdi auf ein Eckpunktepapier für einen Tarifvertrag verständigt.

Der Tarifvertrag "Gesundheitsschutz und Demographie" soll helfen, Überlastungssituationen zu identifizieren und zu beseitigen. Dazu haben sich die Tarifpartner darauf verständigt, dass Mindestbesetzungsstandards festgelegt werden.

Werden diese Standards unterschritten und Überlastung angezeigt, soll die Charité verpflichtet werden, Maßnahmen zur Entlastung einzuleiten. Dazu gehört laut Verdi ausdrücklich auch die Einschränkung des Arbeitsvolumens.

"Damit können die Beschäftigten effektiv gegen Überlastung vorgehen", so Verdi-Verhandlungsführerin Meike Jäger. Sie hätten endlich nachvollziehbare Kriterien an der Hand, wie viel Personal für wie viel Arbeit eingesetzt werden muss, so Jäger.

Vereinbart ist zudem, dass ein Gesundheitsausschuss Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und spezielle Maßnahmen für ältere Arbeitnehmer entwickelt.

Einhäupl: "Ergebnis für beide Seiten schwierig"

Der ärztliche Direktor der Charité, Professor Ulrich Frei, zeigte sich erleichtert, dass die Patientenversorgung ab Freitag wieder normal laufen kann. Charité-Chef Professor Karl Max Einhäupl bezeichnete das Ergebnis als "für beide Seiten schwierig".

"Die Charité muss nun die Frage beantworten, wie sie die personelle Aufstockung finanzieren kann, da das gegenwärtige Finanzierungssystem dies nicht hergibt", so Einhäupl.

Er betonte auch, dass sich der Vorstand der Uniklinik von Anfang an mit Verdi einig gewesen sei, dass die Pflegeausstattung in den Krankenhäusern insgesamt verbessert werden müsse.

Dazu halten die Tarifpartner politische Maßnahmen für nötig. (ami)

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