Direkt zum Inhaltsbereich

Bundesausschuss

Teilentfernung von Mandeln auch ambulant

Veröffentlicht:

BERLIN. Die operative Teilentfernung vergrößerter Gaumenmandeln kann künftig auch ambulant vorgenommen werden. Das hat der GBA in seiner jüngsten Plenumssitzung beschlossen. Außerdem hat der GBA die Methode als GKV-Leistung für die Behandlung im Krankenhaus bestätigt.

Für die Tonsillektomie bei rezidivierender akuter Tonsillitis hat der GBA beschlossen, mit einer Erprobung weitere wissenschaftliche Erkenntnisse über die Vor- und Nachteile im Vergleich zu einer vollständigen Entfernung der Gaumenmandeln zu gewinnen.

Für die Teilentfernung vergrößerter Gaumenmandeln legte der Bundesausschuss fest, dass der operative Eingriff nur bei Patienten ab dem vollendeten ersten Lebensjahr durchgeführt werden darf. Die Hyperplasie muss eine symptomatische, klinische relevante Beeinträchtigung verursachen, und eine konservative Therapie darf nicht ausreichend sein. Im Anschluss an den Eingriff muss eine ausreichend lange Überwachung der Patienten sichergestellt sein. Die Operation darf nur von HNO-Ärzten ausgeführt werden, die eine KV-Genehmigung haben.

Nach Auffassung der Mehrheit des Bundesausschusses war die Erkenntnislage zu einer Teilentfernung von Gaumenmandeln bei rezidivierender akuter Tonsillitis unklar. Die Patientenvertretung im GBA hatte beantragt, dies als ambulante GKV-Leistung zuzulassen und damit auch einheitliche Kriterien für die Indikationsstellung aufzustellen. Gegenwärtig übernehmen einzelne Krankenkassen diese Leistung nur in Selektivverträgen. Nach Angaben der Patientenvertretung liegen inzwischen vier hochwertige Studien vor. (HL)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Adipositas mit und ohne Typ-2-Diabetes

Wann Inkretinmimetika für Kinder und Jugendliche?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Podcast Dr. Lars Reichstein

© Porträt: Dr. Lars Reichstein, Hamburg | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Stiller Reflux in der HNO-Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, Hohenlockstedt
Abb. 1: Prozentualer Anteil der Patientinnen und Patienten pro Gruppe mit den genannten Symptomen zum Zeitpunkt der Visite 1 (Erstvorstellung) und Visite 2 (24–72h nach Erstvorstellung).

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [13]

Akute Otitis media – Behandlungsoptionen in der Praxis

Leitlinienbasierte Therapie für schnelle Symptomverbesserung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Homöopathisches Laboratorium Alexander Pflüger GmbH & Co. KG, Rheda-Wiedenbrück
Real-World-Daten sprechen für subkutane Immuntherapie (SCIT)

© Albertsen Foto / stock.adobe.com Symbolbild mit Fotomodell

SCIT oder SLIT bei Pollenallergie?

Real-World-Daten sprechen für subkutane Immuntherapie (SCIT)

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Allergopharma GmbH, Reinbek
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kohlenhydrate, Apfelessig, Gottesnahrung und Süßstoffe

Vier Ernährungs- und Blutzuckermythen im Faktencheck

US-Datenbank-Analyse

Hochdosierter Influenza-Impfstoff könnte Demenz vorbeugen

Erfolgreiche Überbrückung bis zur Transplantation

Schwer an ARDS Erkrankter überlebt Entfernung beider Lungenflügel

Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt