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KV Sachsen-Anhalt

"Terminservicestellen sind kein Modell der Zukunft!"

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MAGDEBURG. 80 Prozent der Bürger in Sachsen-Anhalt wissen, dass es einen Service für die Vermittlung von Facharztterminen gibt. Etwa 4000 Mal wurde der bislang in Anspruch genommen. Von rund 100 Anrufen, die wöchentlich bei der Terminservicestelle (TSS) der KV Sachsen-Anhalt eingehen, sind etwa 40 unberechtigt.

"Die Anrufer haben entweder keine Überweisung zum Facharzt oder der notwendige Aufkleber fehlt", berichtet Dr. Burkhard John. Der KV-Vorstand verweist darauf, dass die TSS-Mitarbeiter für alle 2239 berechtigten Anfragen, die bis 19. August eingegangen sind, kurzfristige Facharzttermine vermitteln konnten.

Besonders gefragt waren Termine bei Orthopäden, Kardiologen, Augenärzten und Neurologen/Psychiatern.

"Wir wissen aber auch, dass 22 Prozent der Sachsen-Anhalter ohne Terminvereinbarung zum Arzt gehen und weitere 42 Prozent maximal drei Tage auf einen Termin warten, ohne die Servicestelle in Anspruch genommen zu haben", berichtet John. Die meisten wollen zudem keinen Termin bei einem Facharzt zugewiesen bekommen, den sie nicht kennen.

Dafür spricht auch, dass allein im ersten Quartal etwa zehn Prozent der Patienten ihren über die Servicestelle vermittelten Termin nicht wahrgenommen haben.

John: "Wir bleiben dabei: Terminservicestellen sind kein Modell der Zukunft". Landeseigene Modelle, wie die von KV, AOK, IKK gesund plus und Barmer GEK initiierte Überweisungssteuerung, seien dafür sehr viel besser geeignet. Die Kassen honorieren die unbürokratische Weiterbehandlung ihrer Versicherten beim Facharzt übrigens außerbudgetär. (zie)

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