Berufspolitik

Thüringen: Armutsquote von Kindern bleibt hoch

WEIMAR (ras). In den neuen Bundesländern ist die Armutsquote von Kindern nach Berlin und dem Ruhrgebiet am höchsten. So lebten in Thüringen im Jahr 2010 rund 13.000 Kinder unter drei Jahren in Armut.

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Darauf hat Dr. Monika Niehaus, Sprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, hingewiesen. Zwar ist dies im Vergleich zu 2009 ein Rückgang um 1,7 Prozent.

Trotzdem leben nach Erhebungen des Sozialraumatlas KECK (Kommunale Entwicklung - Chancen für Kinder) ein Viertel der Kinder unter drei Jahren im Freistaat unter Armutsbedingungen.

Besonders prekär ist dabei das Armutsgefälle innerhalb einer Stadt oder Region. So verwies Niehaus darauf, dass etwa in Gera 38 Prozent der Familien von Hartz IV leben müssen, im Landkreis Eichsfeld dagegen 15 Prozent. Noch krasser sei die Verteilung in Jena.

Dort schwanke die Armutsquote bei unter Dreijährigen je nach Stadtteil zwischen einem und über 50 Prozent.

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