Gesundheitspflege

Tierische Hilfe auf vier Pfoten

Einen Nachmittag lang stehen beim Kongress von Springer in Hamburg tiergestützte Therapien im Mittelpunkt. In vielen Bereichen werden sie längst erfolgreich eingesetzt.

Veröffentlicht: 20.10.2017, 09:00 Uhr

HAMBURG. Snorre ist ein effektiver Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendpsychosomatik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH). Er ist ein Therapiehund und wird auf dem 15. Gesundheitspflege-Kongress von Springer Pflege mit dabei sein. Denn auf dem Fachkongress, der am 3. und 4. November 2017 in Hamburg stattfindet, geht es am Freitagnachmittag um tiergestützte Therapie – und da ist Snorre natürlich goldrichtig.

"Die häufig emotional stark belasteten bis schwer traumatisierten Kinder und Jugendlichen haben oft keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht", berichtet Franca Tüshaus, Diplom-Psychologin am UKSH, Campus Lübeck. "Da kann Snorre helfen, das Eis zu brechen und die Therapiemotivation zu wecken."

In Deutschland setzen inzwischen mehr als 40 Prozent aller Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie Tiere in der therapeutischen Arbeit ein. Denn die Bandbreite der Wirkungen von Tieren ist vielfältig, wie inzwischen auch Studien bestätigen.

"Sehr introvertierte Kinder sind oft eher bereit zu kommunizieren, depressive Kinder lachen zum ersten Mal seit langer Zeit, sehr antriebsarme Kinder kommen in Bewegung, etwa um den Ball für Snorre zu holen", berichtet Tüshaus. Wichtige Voraussetzungen dafür sind gutes Hygiene- und Risikomanagement auf Station und eine fundierte Ausbildung von Hund und Arzt. (an)

Weitere Informationen und Anmeldung zum Kongress:

Andrea Tauchert, Tel. 030/82787-5513, info@gesundheitskongresse.de, www.gesundheitskongresse.de

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