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DAK-Umfrage

Top-Vorsätze 2019: weniger Handy und weniger Stress

Einfach mal öfter offline sein – gerade für junge Leute bis 30 Jahre offenbar so reizvoll, dass jeder Zweite sich das als Vorsatz für 2019 vornimmt. Eine Studie untermauert den Nutzen womöglich medizinisch.

Veröffentlicht:
Ständig online – das Interesse daran scheint bei Teenagern und jungen Erwachsenen dann wieder etwas abzunehmen. Das ergab eine aktuelle FORSA-Umfrage.

Ständig online – das Interesse daran scheint bei Teenagern und jungen Erwachsenen dann wieder etwas abzunehmen. Das ergab eine aktuelle FORSA-Umfrage.

© Syda Productions / stock.adobe.com

NEU-ISENBURG. Seit 2014 ist die Zahl der Menschen, die öfter mal abschalten wollen, gestiegen – von 15 auf 25 Prozent, wie die DAK auf der Basis von jährlichen FORSA-Umfragen zu „Guten Vorsätzen“ berichtet. Bei den jungen Leuten zwischen 14 bis 29 Jahren ist demnach der Offline-Trend besonders deutlich: Jeder Zweite (49 Prozent) plant, den digitalen Medienkonsum 2019 einzuschränken – ein Plus von 69 Prozent im Vergleich zu 2014.

Wer noch ein Argument braucht, die Handynutzung einzuschränken, dem liefert eine aktuelle US-Langzeitstudie nun Argumente. Erste Auswertungen von MRT-Untersuchungen haben Wissenschaftler im US-Fernsehen Warnung vor unabsehbaren Auswirkungen exzessiver Handybildschirmzeit auf das kindliche Gehirn aussprechen lassen.

In MRT-Gehirnscans von Zehnjährigen wurden signifikante Unterschiede festgestellt (verdünnter Cortex), wenn sie täglich mehr als sieben Stunden digitale Medien nutzten (Smartphone, Tablet, Videospiele). Dr. Gaya Dowling, die an den Nationalen Gesundheitsinstituten der USA an der Untersuchung beteiligt ist, schränkte allerdings ein, dass Veränderungen der Großhirnrinde zum normalen Reifungsprozess gehörten. Es sei somit noch nicht gesichert, ob es sich bei den Befunden um schädliche Entwicklungen handle und diese auch tatsächlich einer intensiven Smartphonenutzung zuzuordnen seien.

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Noch mehr gute Vorsätze

Auf Platz eins der guten Vorsätze rangiert in von der DAK initiierten Umfrage erneut der Wunsch nach weniger Stress: 62 Prozent der Deutschen nehmen sich für 2019 vor, Stress abzubauen oder zu vermeiden. Dicht dahinter auf Platz zwei folgt der Vorsatz, im neuen Jahr mehr Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen (60 Prozent) – ein Wunsch, den vor allem Menschen zwischen 30 und 44 Jahren hegen (73 Prozent).

Alljahres-Klassiker wie mehr Sport und gesündere Ernährung folgen dann laut Umfrage mit 57 und 49 Prozent. Darüber hinaus möchte jeder Neunte zum Jahresstart mit dem Rauchen aufzuhören.

Der DAK-Umfrage zufolge gelang es jedem zweiten Deutschen, seine guten Vorsätze für das neue Jahr immerhin vier Monate und länger durchzuhalten (54 Prozent). Die Meinungsforscher haben dabei auch ermittelt, was die Bürger dazu bewegt, mehr auf ihre Gesundheit zu achten.

 Am häufigsten (71 Prozent) motiviert die Befragten zwar die eigene Empfindung, etwa zu dick zu sein, bei jedem Zweiten ist aber auch die Aufforderung des Arztes ausschlaggebend, bei weiteren 58 Prozent eine akute Erkrankung und bei 49 Prozent ein Krankheitsfall im persönlichen Umfeld. Fast ein Drittel nennt zudem Angebote der Krankenkasse, etwa einen Präventionskurs, als Motivator. (run)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Wenn der Cortex dünner wird

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