Sachsen-Anhalt

Unikliniken protestieren vor Landtag

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MAGDEBURG. Protest vor dem Landtag in Magdeburg: Unter dem Motto: "Von nix kommt nix" haben am Mittwoch Mitarbeiter und Studierende der beiden Medizinischen Fakultäten Sachsen-Anhalts ihren Unmut gegen die Unterfinanzierung zum Ausdruck gebracht.

Anlässlich der Haushaltsdebatte im Landtag forderten sie ein Ende der Sparpolitik. Beide Universitätsklinika beklagen einen Investitionsstau von insgesamt rund 60 Millionen Euro. Dringend benötigte Geräte, Soft- und Hardware könnten nicht angeschafft oder ersetzt werden. Das gefährde die medizinische Versorgung, hieß es. An beiden Standorten werden jährlich mehr als 85.000 Patienten stationär, 280.000 ambulant behandelt.

Der Ärztliche Direktor des Uniklinikum Halle, Dr. Thomas Klöss, überreichte ein symbolisches Geschenk an Sachsen-Anhalts Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch (CDU). Mit den Worten: "Das stammt von der vorletzten Havarie", überreichte er ein verrostetes Wasserleitungsrohr aus einem Klinikgebäude. Gegenwärtig sei die Wasserversorgung in diesem Gebäude erneut gestört.

Von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne und Wissenschaftsminister Jörg Felgner (beide SPD) forderten die Vertreter beider Universitäten eine verlässliche Investitionsfinanzierung und einen Dialog darüber, wie der Investitionsstau abgebaut werden kann. Die vor wenigen Tagen zugesagten Mittel in Höhe von vier Millionen Euro seien ein Tropfen auf den heißen Stein – allein in Halle wären jährlich 6,5 Millionen Euro vonnöten, hieß es. Zumindest die lange geplanten Neubauten (Herzzentrum in Magdeburg, Bettenhaus und Rechtsmedizin in Halle) könnten realisiert werden. Jörg Felgner bekundete sein Verständnis für die Forderungen nach verlässlicher Finanzierung. Konkrete Zusagen machte er nicht. (zie)

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