Arzneimittelpolitik

Union und FDP wollen Pharmasektor neu ordnen

BERLIN (hom/fst/dpa). Angesichts steigender Arzneimittelausgaben wollen Union und FDP den Arzneimittelsektor offenbar grundlegend reformieren.

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"Wir wollen eine Neuordnung des Arzneimittelmarktes und teilweise sich widersprechende Regeln auf den Prüfstand stellen", sagte der Gesundheitsexperte der FDP, Daniel Bahr am Freitag. Die CDU-Gesundheitsexpertin Annette Widmann-Mauz erklärte: "Den Bereichen mit besonderen Ausgabensteigerungen widmen wir uns in besonderer Weise."

Ziel seien faire Preise für Arzneimittel nach Markteintritt. Pharmaverbände reagierten unterschiedlich auf die Ankündigungen. BPI und ProGenerika warnten vor neuen Belastungen, für die forschende Industrie bot der VFA der Regierung den Dialog darüber an, wie man bei knappen Ressourcen "den Zugang des Patienten zu innovativen Medikamenten" gewährleisten kann.

Mit den "großen Blöcken" der Gesundheitspolitik werde sich die Koalitionsarbeitsgruppe im Laufe dieser Woche beschäftigen, sagte Bahr der "Ärzte Zeitung". An diesem Montag wollten beide Seiten über die Finanzierung der GKV und die Zukunft des Gesundheitsfonds sprechen. Hier verfolgen CDU, CSU und FDP weiter unterschiedliche Ziele. Die fünf ostdeutschen KVen sprachen sich für die Beibehaltung des Fonds aus. Dieser leiste einen "gewichtigen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit".

Lesen Sie dazu auch: Ost-KVen warnen eindringlich vor Abwicklung des Gesundheitsfonds

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