Organspende

Unionsfraktion sieht Hausärzte in der Pflicht

Veröffentlicht: 10.02.2020, 11:40 Uhr

Berlin. Hausärzte sollen verstärkt in die Beratung zur Organspende einsteigen, lautet eine Forderung aus der Unionsfraktion.

„Jetzt ist ein idealer Zeitpunkt, um in den Arztpraxen über die Notwendigkeit der Organspende zu sprechen“, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Alexander Krauß. Hausärzte seien die besten Botschafter der Organspende. Ihrem Urteil trauten die Menschen.

Zudem könnten sie je Patient alle zwei Jahre ein Beratungsgespräch zur Organspende abrechnen. Eine solche Regelung hat der Bundestag Mitte Januar beschlossen.

Krauß reagierte mit seiner Forderung auf die verstärkte Nachfrage nach Organspendeausweisen. Im Januar wurden 740.000 Ausweise bestellt, berichtete das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ unter Berufung auf Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Zuvor gab es nach Angaben des BZgA im Schnitt rund 330.000 Bestellungen pro Monat. (af)

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